Reparaturanleitung Hamann Automat S
HeHTICHREN -RECHENAUTOMATEN
RECHENMASCHINEN
REPARATURANLEITUNG
HAMANN AUTOMATS
Remans RECHENMASCHINEN GMBH : BERLIN
II.
Il),
IV.
VI.
VII.
VIII.
IX,
XI.
XII.
XIII.
XIV.
XV.
XVI.
XVII.
XVIII.
XIX,
INHALTSVERZEICHNIS
"Einleitung" mit Techn.Mitteilung Nr. 1 (Bl.1-2)
"Der Schaltklinkenantrieb"” mit Zeichnung
"Steuerung der Zählfinger und Zehnerübertragung
im Umdrehungszählwerk"
"Die automatische Division"
"Die selbsttätig verkürzte Multiplikation"
mit Techn.Mitteilung Nr. 13 (Bl.1-2)
"Sperrungen und Sicherungen"
mit Techn.Mitteilung Nr. 16 (Bl.1-8)
"Abnehmen der Haube"
"Herausnehmen des Schlittens"
"Zerlegen des Schlittens"
mit Abbildung und Techn.Mitteilung Nr. 2 (B1.1)
"Abnehmen des Einstellkontrollwerks"
"Abnehmen des kompletten Systemlagerbockes"
mit Abbildung
"Ausbauen der kompletten Systemwalze"
mit Abbildung
"Zerlegen der Systemwalze"
"Auswechseln eines Sicherungshebels"
mit Techn.Mitteilung Nr. 11 (Bl.1)
"Auswechseln eines Blendenöffners"
"Blockierung der Systemwalze und Behebung
dieser Störung"
"Der Motor"
mit Techn.Mitteilung Nr. 17 (Bl. 1)
"Allgemeine Pflege"
"Tabelle zum Aufsuchen und zur Beseitigung
von Fehlern"
I. EINLEITUNG
Der HAMANN AUTOMAT S ist für alle 4 Rechenarten eingerichtet nd arbeitet
nach dem Schaltklinkenprinzip. Er hat 9 Stellen im Einstellwerk, 8 Stellen
im Umdrehungszählwerk (die 9.Stelle dient zur Abwicklung der automatisch
verkürzten Multiplikation, kann aber auch zur Erlangung 9stelliger Divi-
sionsergebnisse mit ausgenutzt werden, vor allem nach dem Einbau einer
besonderen Divisionsschiene - siehe Techn.Mitteilung Nr. 1 -) und 16 Stel-
len im Resultatwerk, Die Löschung der Schlittenwerke erfolgt motorisch, je-
doch nur in der Grundstellung des Schlittens, in die dieser nach jeder Mul-
tiplikation oder Division automatisch zurückkehrt. Die Multiplikation er-
* folgt, wie bereits angedeutet, automatisch verkürzt. Nach einer Division
kann mit dem Divisionsergebnis ohne Neueinstellung sofort wieder multipli-
ziert werden (Quotientenmultiplikation).
Nachstehende Beschreibungen und Erklirungen sollen dazu dienen, einen bei
einer Maschine auftretenden Fehler leicht und schnell zu finden, Weiterhin
wird der Weg fiir die Demontage der Baugruppen und das Auswechseln einzelner
Teile gezeigt.
‘Bei einer gestörten Maschine ist es aber unerläßlich, auch die Ursache des
Fehlers zu erforschen, um diesen dann mit Sicherheit beseitigen zu können.
Dabei soll die am Ende der Reparaturanweisung befindliche Tabelle behilf-
lich sein.
Die angeführten Nummern beziehen sich - soweit nicht eine besondere Zeich-
nung vorhanden ist - auf Seite und Nummer des Ersatzteilkataloges für
HAMANN AUTOMAT S und sind bei Bestellung von Teilen anzugeben,
Eine schnelle und fachlich ausgeführte
Reparatur ist der beste Kundendienst.
Technische Mitteilungen
hemern Nechenmaschinen
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr.:
Divisionsschiene AUTOMAT S
andy. ea
1
Technische Mitteilungen
Ramanan Bechenmaschinen
Unsere Maschinen HAMANN AUTOMAT S und HAMANN AUTOMAT T werden
grundsätzlich mit einer 8-stelligen Divisionsschiene (RE 1422
Ausf. B) versehen. Wir halten jedoch außerdem 9-stellige Di-
visionsschienen (RE 1422 Ausf, A) am Lager. Sofern daher Kun-
den HAMANN Automaten wünschen, die für 9-stellige Quotienten
eingerichtet sind, können von Ihnen die Schienen Nr. RE 1422
Ausf. A zum Auswechseln angefordert werden. Die Maschinen
können auf Wunsch auch ab Werk mit einer 9-stelligen Divisions-
schiene geliefert werden (bei Bestellungen angeben).
Vergl. Zeichnungen Blatt 2.
Ältere Maschinen HAMANN AUTOMAT V (bis Nr. 8554) sind mit einer
Blende Pag, 10 V Nr. 1 (RE 2071) sowie einer Einstellschiene
Pag. 10 V Nr, 12 (RE 2072) ausgerüstet, durch die die Divisions-
schienen wahlweise für die Errechnung von 8- oder 9-stelligen
Quotienten eingestellt werden. Bei Reparaturen muß gegebenen-
falls auf diese Teile geachtet werden,
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr.:
er c AUTOMAT S 1
Divisionsschiene mund V Blatt: 9
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch
in Kopie mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
RE 1422
Ausf. A Ausf. B
®
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch
in Kopie mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
II. DER SCHALTKLINKENANTRIEB
(siehe auch Zeichnung)
Einstell- und Rechenwerk
Die Einstellung der Zahlen erfolgt durch Verstellen des Einstellsegments CB;
Hierbei wird die feststehende Blende (2) teilweise oder, wie in der Zeichnung
dargestellt, ganz geöffnet (entspricht der Zahl 9). Bei Stellung 0 des Ein-
stellsegmentes wird die Aussparung an der feststehenden Blende bis auf einen
kleinen Spalt vollkommen überdeckt. Der eingestellte Wert wird über das Zwi-
schenrad (3) von der Ziffernrolle (4) angezeigt. Die durch die Exzenterscheibe
(5) mit der Systemachse fest verbundene und mit 2 Sperrsegmenten versehene
Mitnehmerscheibe (6) trägt die Mitnehmerklinke (7) und die Sperrklinke (8).
Beide Klinken stehen unter Federzug. Wird die Systemachse angetrieben, dann
nehmen Mitnehmerklinke und Sperrklinke an dieser Drehung teil. Bei geöffneter
Einstellblende tritt bei diesem Umlauf die Rolle an der Mitnehmerklinke in die
durch das Einstellsegment gebildete Aussparung und die andere Seite der Klin-
ke in die Innenverzahnung des vom Sicherungshebel (9) fixierten Systemrades
(10). Bei großer Geschwindigkeit wird der Einlauf der Mitnehmerklinke durch
einen kleinen Haken am Einstellsegment unterstützt. Um zu vermeiden, daß die-
ser Haken bei Stellung 0 des Einstellsegmentes die Mitnehmerklinke am glatten
Durchlauf behindert, ist der oben erwähnte, in Stellung 0 verbleibende kleine
Spalt erforderlich. Diese Öffnung ist jedoch nur so groß, daß das Systemrad von
der Mitnehmerklinke in diesem Falle nicht beeinflußtwird.
Läuft die Rolle der Mitnehmerklinke (7) bei teilweiser oder ganzer Öffnung
der Blende (2) in die hierbei gebildete Aussparung ein, so fällt gleichzei-
tig auch die Sperrklinke (8) in die Innenverzahnung des Systemrades ein, wo-
durch eine feste Verbindung zwischen Antriebsachse und Systemrad geschaffen
und dieses so lange mitgenommen wird, bis die Rolle der Mitnehmerklinke die
Blendenöffnung wieder verläßt. Infolge der Drehung des Systemrades gleitet
der von der Blattfeder (12) gehaltene Sicherungshebel (9) mit seinem Sperr-
zahn aus der Verzahnung des Systemrades heraus und wird von der Blattfeder
in dieser zweiten Raststellung solange gehalten, bis das erste Sperrsegment
den Sicherungshebel (9) wieder zurückdrückt und das Systemrad am eigenwilli-
gen Weiterdrehen hindert. Das Aufgleiten des Sperrsegmentes auf den Sicherungs-
hebel geschieht in dem Moment, wo die Mitnehmerklinke aus der Innenverzahnung
herauszutreten beginnt.
Der hierbei gleichzeitig in das Systemrad wieder eingreifende Sperrzahn
des Sicherungshebels bringt dieses vor der Arretierung noch in die end-
gültige Stellung.
Zehnerübertragung
Die feststehende Blende (2) besitzt neben der erwähnten großen Aussparung
noch eine kleine, die dem Wert 1 entspricht. Diese Aussparung wird durch
den Blendenöffner (14) überdeckt, so daß normalerweise die Rolle der Mit-
nehmerklinke darüber hinweglaufen kann. Findet aber in der Ziffernrolle (15)
ein Übergang von 9 auf 0 oder umgekehrt statt, so trifft die mit der Zif-
fernrolle verbundene Zehnerschaltnase (16) den Zehnerhebel (17), der beim
Ausschwingen den Blendenöffner nach innen drückt, wodurch die zusätzliche
Aussparung an der feststehenden Blende freigegeben wird (siehe Nebenskizze).
Der Blendenöffner wird durch die Rastfeder (18) in diesem Zustand festgehal-
ten. Läuft nun die Rolle der Mitnehmerklinke (7) in diese zusätzliche Aus-
sparung ein, so nimmt die andere Seite der Klinke das Systemrad um den Wert 1
mit. Tritt die Mitnehmerklinke wieder aus der Innenverzahnung heraus, dann
übernimmt das zweite Sperrsegment die Verriegelung des Systemrades,
Kurz vor beendeter Systemachsendrehung wird der eingefallene Blendenöffner
von der Exzenterscheibe (5) wieder nach außen gedrückt. Er dient gleichzei-
tig in Verbindung mit dem Zehnerhebel (17) als Sicherung gegen Schleudern
beim Löschen der Ziffernrollen, und verhindert außerdem ein Teilnehmen der
Blende (2) an der Drehung der Systemachse. Zum Ausgleich des Zahnspiels
zwischen Systemrad und den Zwischenrädern ist die Zehnerschaltnase (16)
etwas beweglich angeordnet.
Subtraktion
Da die Drehung des Systemrades immer nur in einer Richtung erfolgt, ist zur
entgegengesetzten Steuerung der Ziffernrolle (15) bei Subtraktion dem System-
rad ein doppeltes Zahnrad (19) vorgesetzt. Durch seitliche Verschiebung des
Schlittens um 3,5 mm wird das dem Schlitten zugehörige Zwischenrad (20) mit
dem Systemrad außer Eingriff gebracht und mit dem doppelten Zahnrad (19) ge-
koppelt, d.h. es ist nunmehr zwischen Systemrad und Ziffernrolle ein weite-
res Rad zwischengeschaltet, wodurch die bei Subtraktion notwendige entgegen-
gesetzte Drehung der Ziffernrolle erreicht wird.
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Schaltklinkenantrieb
Automat ,S'
III. Steuerung der Zählfinger und
Zehnerübertragung im Umdrehungszählwerk
An der linken Seitenwand des Systemlagerbockes befinden sich die beiden
nebeneinanderliegenden Zählfinger (S 33/9 u.10), die infolge ihrer Lagerung
auf dem Exzenter (S 33/5) eine hubartige Bewegung machen, Durch Schwenken
des Umschalthebels (S 33/11) wird von dem Schaltbügel (S 33/1) eine Hubbe-
wegung der Zählfinger in beiden Richtungen veranlaßt, die sich dementspre-
chend auf die Ziffern des Umdrehungszählwerkes auswirkt. Da die Zählfinger
nebeneinanderliegen, wird ebenfalls die Drehrichtung des Umdrehungszählwer-
kes geändert, wenn der Schlitten seitlich verschoben wird, also von Addi-
tion auf Subtraktion bzw. umgekehrt. Das Weiterschalten der Zehnerübertra-
gung vollzieht sich über Hubnasen, die sich links neben der Ziffernrolle
(S 35/4) befinden, Diese Hubnasen greifen, wenn eine Ziffer von 9 auf 0
bzw. 0 auf 9 gedreht wird, in die mit den Zwischenrädern (S 37/7, 9 u.24)
fest verbundenen Schalträder. Damit sich diese Zehnerübertragung auch über
alle Stellen im Umdrehungszählwerk fortsetzen kann, sind unterhalb der Zwi-
schenräder gestaffelte Übertragungsnocken (Ss 37/5) vorgesehen, die über die
Rasthebel fiir die Ziffernrollen (S 37/32, Seite 36) ein Durchschalten ge-
währleisten. Den Antrieb der Nocken übernimmt der auf der Zwischenradachse
gelagerte Zwischenhebel (S 26/6) erst dann, wenn die Arbeit der Zählfinger
beendet ist. Der Schaltbügel ist für die Justage in sich verstellbar. Außer-
dem kann auch das ganze Zählfingergestell verschwenkt werden, Hierfür sind
die beiden Schrauben für den linken Lagerdeckel zur Systemlagerung zu lösen,
Eine Kerbe markiert die vom Werk vorgenommene Einstellung.
13
IV. Die automatische Division
wird der Schalthebel (S 19/2b) auf Division geschaltet, so wird die Divisions-
schiene & 19/9) in den Bereich des aus dem Schlittenführungsblech unten heraus-
ragenden Divisionshebels (S 37/11) gebracht.
Gleichzeitig schaltet der Schalthebel über die lange Schaltstange (S 11/29)
die Koppelschiene (S 11/18)und Rolle (S 11/29, so daß die Schlittenzugfeder
‘Ss 11/17) das Bestreben hat, den Schlitten von rechts nach links zu ziehen.
Bei Betätigung der Starttaste (S 9/6) wird die Kupplung & 11/1) geschlossen
und gleichzeitig der Unterbrecherkontakt (S 11/14) zusammengedriickt. Uber das
Aufzugsgetriebe wird nunmehr der Schlitten so weit nach rechts transportiert,
bis der Divisionshebel (S 37/11) sich vor den äußerst rechten Zahn der Divi-
sionsschiene legt. Der unter Federwirkung stehende Schlitten verschiebt tiber
den Divisionshebel die federnde Divisionsschiene (S 19/9), bis sie sich vor
den festen Anschlag (S 21/6) legt. Diese dadurch fixierte Stellung des Schlit-
tens ist die äußerst rechte Subtraktionsstellung.
Auf ihrer Bewegung bis zum Anschlag hat die Divisionsschiene den Unter-
brecherhebel (S 24/6)verschwenkt und gleichzeitig den Unterbrecherkontakt
geschlossen. Die dadurch freigewordene Systemwalze wird durch den Motor
in Drehung versetzt. Bedingt durch die Subtraktionsstellung des Schlittens
wird der Schlittenwert so lange subtrahiert, bis an der 16.Stelle die Null
unterschritten wird. In diesem Augenblick wird der Divisionshebel angehoben
und außer Eingriff mit der Divisionsschiene gebracht. Der Schlitten wird
jedoch von dem Schieber (S 27/4) vorerst am Springen in die nächste Stellung
gehindert, da er beim Andrehen der Systemwalze über die Kurvenscheibe 6 31/20)
und den Transportsicherungshebel (S 27/6) in den Bereich der Sicherungsschiene
& 38/13) gebracht wird, die am Schlitten befestigt ist. Vor Beendigung der
Drehung der Systemwalze tritt der Schieber wieder aus der Sicherungsschiene
heraus und der Schlitten kann nunmehr in die nächste Stellung springen. Der
nächste Rastzahn der Divisionsschiene fixiert den Schlitten in Addition, Die
Maschine macht in dieser Schlittenposition eine Korrekturdrehung, worauf der
Schlitten in die nächste Subtraktionsstellung springt. Der ganze Vorgang wie-
derholt sich so lange, bis der Wert im Resultatwerk erschöpft bzw. der Schlit-
ten in Grundstellung gesprungen ist.
Die Registrierung der Umdrehungen der Systemwalze erfolgt im Umdrehungszähl-
werk, so daß dort der errechnete Quotient abgelesen werden kann.
14
V. Die selbsttätig verkürzte Multiplikation
Wird der Schalthebel (S 19/2b) auf Multiplikation geschaltet, so wird die
Multiplikationsschiene (s 19/6) in den Bereich der unterhalb des Schlit-
tenführungsblechs herausragenden Multiplikationshebel (s 35/6 u.7) ge-
bracht.
Gleichzeitig wird mit dem Anheben der Multiplikationsschiene, gesteuert von
der langen Schaltstange (S 11/29), die Koppelschiene (S 11/18) von der
Rolle (S 1123) abgehoben, so daß die unter Vorspannung stehende Feder
(S 11/17) bereit ist, den Schlitten von links nach rechts zu ziehen, Im
Moment des Umschaltens wird jedoch der Sperrhebel (S 17/5) freigegeben und
legt sich dem Zug seiner Feder folgend in eine Aussparung im Schlittenfüh-
rungsblech, Dadurch wird vorerst verhindert, daß der Schlitten abläuft.
Bei Betätigung der Starttaste (S 9/6) wird der Sperrhebel (S 17/5) aus der
Aussparung des Schlittenführungsblechs herausgedrückt, so daß nunmehr der
Schlitten dem Zug der Feder folgen kann.
Nach Ablauf der Multiplikation, deren Funktion in der technischen Mittei-
lung Nr. 13, Bl.1 u.2, erläutert ist, erhält das Aufzugsgetriebe am Schluß
des gesamten Schlittenweges von dem Schlittenführungshebel über die Schalt-
stange (S 15/12) Kontakt und bringt den Schlitten in seine Grundstellung
zurück.
Die in der Technischen Mitteilung aufgeführten Teile sind im Ersatzteilka-
talog für HAMANN AUTOMAT S auf folgenden Seiten und Nummern zu finden:
Zwischenrad (S 37/7, 9 u.24)
Zählfinger (S 33/9 u.10)
Ziffernrolle (Ss 35/3 u.4)
Multihebel (S 35/6 u.7)
Multischiene (S 19/6)
15
Technische Mitteilungen
fomemn Rechenmaschinen
Technische Mitteilungen
hamenn Rechenmaschimen
Betrifft: Selbsttätig verkürzte Multiplikation Modell: Mitteilung Nr.: 13
Automaten V,
T, S u.Sel. |Blat: 1
Betrifft:
: Modell: Mitteilung Nr.:
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S 16
Automat S [Blat: ]
Im Umdrehungszählwerk ist, frei drehbar um die Ziffernrollenachse ge-
lagert, jeder Stelle ein Multibebel zugeordnet. Diese Multihebel werden
durch die Kurve am Zwischenrad gesteuert, so daß, der eingestellten Zif-
fer entsprechend, der Multinebel drei verschiedene Lagen einnehmen kann.
Diese drei Lagen wirken sich, in Zusammenarbeit mit der Multischiene, in
der Form aus, daß die Multihebel, wenn sie bei der Schlittenbewegung an
einem nicht dargestellten federnden Zubringer vorbeistreifen, bei einge-
stellter Ziffer "0" die Multischiene nicht berühren. Die Ziffern 5 - 9
entsprechen der Schlittenstellung Subtraktion und die Ziffern 1 - 4 der
Schlittenstellung Addition. Wird jedoch die Multischiene auf negative
Multiplikation gestellt, dann werden die beiden letzten Positionen umge-
kehrt, und zwar derart, daß dann bei eingestellten Ziffern 5 - 9 die
Multihebel einen Anschlag für Addition finden und bei eingestellten Zif-
fern 1 - 4 einen dementsprechenden für Subtraktion. Die durch den An-
schlag nach rechts in Bewegung gesetzte Multischiene löst dann den Kon-
takt aus und gibt die Systemachse frei, und zwar solange, bis da mittels
der Zählfinger angetriebene Zwischenrad auf Null gekommen ist. Hierdurch
gleitet der Multihebel von der unter Federzug stehenden Multischiene ab,
der Kontakt wird unterbrochen und die Systemachse wieder verriegelt.
N
Die verschiedenen Sperrungen sollen eine völlige Absperrung der Funk-
tionen bei unsachgemäßer Betätigung der Bedienungstasten gewährleisten.
Da die Sperrungen auf kürzestem Wege zur Wirkung kommen müssen, ist de-
ren Einstellung erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Es bestehen folgende Sperrungen zwischen den einzelnen Funktionen:
(Die Bezeichnung und Nummern der Bedienungstasten sind der jeder Ma-
schine beiliegenden Gebrauchsanweisung entnomuen).
a) Der Umschalthebel Nr.18 sperrt, sofern er in einer Zwischenstellung
stehen bleibt, über eine Sperrschiene die Auslösetaste Nr.l2. Eine
weitere Sperreinrichtung verriegelt in Mittelstellung des Umschalt-
hebels Nr.18 die Linkstaste Nr.11 und die Motortaste Nr.10 (siehe
Blatt Nr.4). (Siehe Blatt Nr.8).
b) Steht der Umschalthebel Nr.18 auf Div. oder Mult., dann ist die
Linkstaste Nr.ll gesperrt. (Siehe Blatt Nr.5).
c) Ist die Linkstaste Nr.11 oder M-Taste Nr.10 gedrückt, dann kann der
Umschalthebel Nr.18 nicht betätigt werden. (Siehe Blatt Nr.8).
a) Steht der Schlitten auBerhalb der Grundstellung, dann ist die Motor-
taste Nr.10 gesperrt, wenn gleichzeitig der Umschalthebel Nr.18 auf
Div. oder Mult. steht. (Siehe Blatt Nr.8).
e) Ist die Auslésetaste Nr.12 zum Start fiir Division gedriickt, dann
kann der Umschalthebel Nr.18 nicht mehr geschaltet werden, Läuft
dann anschließend das Getriebe für den Schlittenaufzug an, dann
wird diese Sperrung während der ganzen Laufzeit des Aufzug-Getrie-
bes zusätzlich gehalten. Gleichzeitig wird mit dieser Sperrung die
Motortaste Nr.10 verriegelt (siehe Blatt Nr.6).
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch In Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, 88 15, 38, BGB. §§ 823/826.
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch In Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
16
17
VI, Sperrungen und Sicherungen
Diese Funktionen sind in den Technischen Mitteilungen Nr. 16 (Bl.1-8) be-
schrieben,
Die auf diesen Blättern aufgeführten Teile sind im Ersatzteilkatalog für
HAMANN AUTOMAT S unter folgenden Seiten und Nummern zu finden:
Blatt 4 Winkel RE 5498 (s 17/9)
Sperrschiene RZ 5502 (s 23/26)
Blatt 5 Sperrwinkel RE 5517 (s 21/12)
Sperrbügel RE 5527 (s 21/13)
Winkelhebel RZ 5540 (s 21/10)
Zugstange RZ 5536 (s 19/13)
Winkelhebel RE 1460 (s 23/8)
Blatt 6 Sperrplatte RE 5518 (s 7/5)
Sperrschiene RE 5532 (s 7/8)
Sperrstange RE 5530 (Ss 7/14a)
Hebel RE 5528 (Ss 7/14e)
Blatt 7 Rückschaltschieber RZ 5170 (S 17/16)
Winkelhebel RE 1438 (s 17/6)
Zugstange RE 5354 (s 13/10)
Sperrklinke RE 5352 (8 13/8)
Sperrklappe RZ 5351 (s 23/10)
Steuergabel RE 5355 (s 13/12)
Blatt 8 Fühlklinke RE 5229 (s 21/74)
Verbindungsstange RE 5531 (s 7/1)
Übertragungshebel RZ 5198 (S 21/7e)
Sperrschiene RE 5532 (s 7/8)
Kulissenschieber RZ 5235 (s 21/29)
Kulisse RE 5233 (S 19/5)
Zugstange RE 5348 (s 19/15)
Schubklinke RZ 5549 (s 21/26)
Spannhebel RE 5265 (s 21/25)
Anschlag RE 5484 (s 21/28)
Selbsttätig verkürzte Multiplikation der Hamann Automaten VTu.S
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Technische Mitteilu,
Nr. 13 Bloti' 2
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hamansı Rechemmarchimen
Technische Mitteilungen
Betrifft:
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S
Modell:
Automat S
Mitteilung Nr.: 16
Blatt: 2
f)
g)
Motortaste Nr.10 und Linkstaste Nr.1l sind wechselseitig gesperrt.
Ist die Motortaste Nr.10 gedrückt, dann wird die Auslösetaste Nr.12
für Div., Mult. und Schlittenrückschaltung verriegelt. (Siehe Blatt
Nee?)
AuGerhalb cer Grundstellung des Schlittens ist beim Dividieren oder
Multiplizieren die Betätigung des Umschalthebels Nr.18 von "Div."
auf "Mult." bzw. von "Mult." auf "Div." verriegelt.
Stehen die Ziffernrollen im Resultatwerk nicht in der eingerasteten
Stellung, dann werden sie beim Drücken der Auslösetaste Nr.12 über
eine Ausrichteklappe im Schlitten ausgerichtet oder die Auslöse-
taste ist gesperrt.
In allen Schlittenstellungen einschließlich der Grundstellung ist
der Schlitten bei jeder Systemwalzenumdrehung fixiert. Die Fixierung
setzt ein vor Drehung der Rechenräder und endet erst, wenn die Um-
drehung soweit fortgeschritten ist, daß die 16.Stelle des Systens
abgerechnet hat.
Ist die Systemwalze angedreht, dann ist der Zählwerksteuerhebel
Nr.19 verriegelt.
Ist in der Grundstellung des Schlittens die Systemwalze angedreht,
dann können die Knöpfe 8a und 8b zur Ausschaltung der motorischen
Löschung nicht betätigt werden.
Sicherungen
Wie unter e) beschrieben, tritt bei Betätigung der Auslösetaste
Nr.12 und gleichzeitiger Benutzung der Motortaste Nr.10 eine Sper-
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch in Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, 88 15, 38, BGB. §§ 823/826.
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Technische Mitteilungen
Kamann Nechenmaschinen
Technische Mitteilungen
Aamenn Hecheamarchinen
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr.: 16
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S Automat S In,.y. 3
rung in Tätigkeit. Wird jedoch hierbei die Motortaste Nr.10 ständig
unter Druck gehalten, dann veranlaßt eine Sicherung, daß der Aufzug
nach einmaliger Umdrehung abgeschaltet wird.
2. In Verbindung mit dieser Sicherung arbeitet eine weitere Sicherung,
die bewirkt, daß beim Divisionsablauf während der Schlittenlaufzeit
eine Betätigung der Auslösetaste Nr.1l wirkungslos bleibt.
3. Im Umdrehungszählwerk befindet sich eine kammförmige Schiene, die
die Aufgabe hat, bei der Löschung dieses Werkes ein Überschleudern
der Ziffernrollen zu verhindern. Die Schiene wird vom linken Schlit-
tenanschlag in Wirkstellung gebracht.
4. In Schlittengrundstellung ist das Antriebsrad zur Löschung am Schlit-
ten mit dem Antriebsrad vom System gekuppelt. Da außerhalb der
Schlittengrundstellung diese Räder außer Eingriff kommen und somit
das Antriebsrad im Schlitten von Hand verstellt werden könnte, ver-
hindert ein Hebel die Drehung außerhalb der Grundstellung des Schlit-
tens und sichert damit die korrekte Stellung des Antriebsrades.
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr.: 16
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S Automat S
Blatt: 4
E
E
N
2
+)
N!
= CT)
Winkel RES49I8
Starttaste
‚Sperrschienz RZ 5502
Die Sperre arbeitet wechselseitig zwischen Umschalthebel und
Starttaste. Sie verhindert den Start zur Multiplikation und Divisior,
wenn der Umschalthebel nicht horreht eingerastet ist. Sie verhin=
dert weiterhin ein Schalten des Umschalthebels, wenn die Start=
tasfe gedrücht ist.
Die Einstellung erfolgt mit Hilfe des Winkels RE 5498. Zwischen
dem Sperrlappen dieses Winkels und der Sperrschienenoberhans
te soll ein Abstand von 92-03 mm sein, und der Lappen soll ber
eingerastetem Umschalthebel in den Schlitz eintauchen hönnen,
ohne an der Sperrschiene zu schleifen.
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch in Konte
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch in Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
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23
Technische Mitteilungen
Romeone Rechenmaschinen
Technische Mitteilungen
Aamesa Rechesmaschimen
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr: 16
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S Automat S
Blatt: 6
Betrifft: Modell: Mittellung Nr.: 16
Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S Automat S
Blatt: 5
+ Stellung
£&
[3
Sperrwinkel RE5517 Sy n N) !
perrwinkel = m
A Sperrwinkel RE5517
*F Stellung ÖSperrbügel RE 5527
Winkelhebel RE 1460
Sperre für die Linhstaste, wenn der Umschalthebel auf Division oder
Multiplikation steht. Die Sperre verhütet ein Verklermnmen der Divisions-
schiene bei stärkerem Druch auf die Linkstaste.
Die Sperre muß so eingestellt sein, daß in Plus- und Minus-Stellu
des Umschalthebels zwischen Sperrlappen rom Sperrbügel RE 5527
und dem Sperrwinkel RE 5517 ein Luftspalt von ca Q2 mm vorhan:
den ist. In Divisions-Stellung des Umschalthebels muß der Sperr-
lappen ohne merkliche Luft hinter dem Sperrwinhel liegen.
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch in Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, 88 15, 38, BGB. §§ 823/826.
£
& | M- Taste
a
Sperrstange RESS30
= ts-Taste
se
Abb. 1 | :
YQ)
> Sperrschiene RES532
(4 >
ONS
Die Zugfeder befindet sich
auf der Rückseite der
Sperrstange RE 5530
Sperrstange RE 5530
IB
Die Sperre verhindert die Betätigung des Umschalthebels, wenn
der Schlitten aufzug angelaufen ist. Sie verhindert weiterhin ein
leichzeitiges Laufen von Systemwalze und Schlittenaufzug, in=
dem die M-Taste sofort bei Montaktgabe für den Anfzug gesperrt
ist. Die Einstellung wird zuerst an der M-Taste nach Abb. 2 vorge=
nommen. Danach wird nach Abb.3 die Sperrplatte RE 5518 eingestellt.
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mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. §§ 823/826.
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Technische Mitteilungen
hamenn Fechenmaschinen
a Tastensperre im HAMANN AUTOMAT S er 5 Mittellung Nr.: 16
Blatt: 7
Rückschaltschieber RZ5170
nn 2
Winkelhebel £ Zugstange RES3S4
RE 1438 ee
A>. i
Sod) Ve Abb, 1
Sperrklinke INA ER Sperrklappe R25351
RE 5352 =
Kq }
kK)
ei
Zugstange
RE555%
Steuergabel
RE 5355
Sperrklinke RES352
Die Sperre arbeitet wechselseitig zwischen Starttaste(-—) und den beider
anderen Tasten |=-Jund (M). Sie verhindert das gleichzeitige Drüchen
mehrerer Tasten. Die Sperre wird mit Hilfe der Steuergabel RE 5355
so eingestellt, daß bei gedrüchter Starttaste (=)die M ~Taste höch=
stens um 1mm gedrückt werden harn. Hierbei muß die Spitze
der Zugstange RE 535% ohne merkliche Luft in der Werbe der
Sperrhlinhe RE 5352 sitzen (Abb.2). Die Zugstange RE 5354 muß
nach Drücken der M-Taste wieder von selbst nach rechts zurück-
Springen.
Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch in Kopie
mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, §§ 15, 38, BGB. 88 823/826.
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Die Sperreinrichtung hat die Aufgabe, die beiden rechten Tasten zu sperren, wenn der Umschalthebel in einer Zwischenstellung steht. Sie hat ferner diese beiden
Tasten zu sperren, wenn der Schlitten seine Grundstellung verlassen hat. Jie letztere Sperre arbeitet jedoch nur, wenn die Maschine auf Div. oder Mult. geschaltet ı5t.
Bei Zurückscholtung auf Add. oder Sub. wird die Hulisse RE 5233 gesenht, sodaß der die Kulisse steuernde Stift in den länglichen Ausschnitt zu liegen kommt und
frei schwenhen hann. |
Die Einstellung wird zuerst zwischen Verbindungsstange RE 5537, Wulisse RE 5233 und Wulissenschieber RZ 5235 vorgenommen. Verbindungsstange u. Kulisse werden
Zunächst so eingestellt, daß der die Wulisse steuernde Stiff (RZ 5798) genau über den nach unten zeigenden länglichen Ausschnitt steht. Danach wird mit Hilfe
des Hulissenschiebers dre Kulissensteuerung eingestellt. Bei Umschaltung der Maschine von Add. auf Div. muß die Kulisse so weit gehoben werden, daß der steuernde
Stitt über seine Mitte hinaus in den re Ausschnitt eintaucht. Bei Rechtsbewegung des Schlittens muß die Kulisse sicher nach links verschoben werden.
Ein Umschalten der Maschine auf Add. und Zurüchschalfen auf Div. muß in jeder Schlittenstellung möglich sein. Hierbei muß beachtet werden, daß die Uulisse recht-
zeitig durch die Verbindungsstange nach links gezogen wird, damit der steuernde stift (RZ 5196) in den unteren Ausschnitt einfauchen hann.
Nach Erledigung dieser Einstellung wird zuerst die obere lastensperre mit Hilfe der Sperrschiene RE 5532 eingestellt. Bei eingerastetem Umschalthebel muß
der M-Tastenhebel nit ca 02 mm Luft an der Sperrhante vorbeigehen.
Bevor zum Schluß die untere Tastensperre eingestellt wird, wird die Zugstange RE 5348 so eingestellt, daß beim Schalten der Maschine auf Div. oder Mult.
und herausgezogenem Schlitten die Schubhlinhe RE 5262 durch den Spannhebel RE 5265 aus dem
ingriff gehoben wird. Die untere Tastensperre wird mit Hilfe
des Anschlages RE 548% eingestellt. Die Sperrhante muß ca 02 mm vom Tasfenhebel entfernt stehen.
nn | Fühlklinke RE 522?
Umschalthabel LA
Sana
= Verbindungsstange RE 5531
Links- Taste M- Taste
Übertragungshebel
0 RZ 5198
Sperrschiene RES532
Kulisse RE.5233
a A CMa
= 7 — 87 | I
\
Anschlag RES484
Spannhebe! RE5265
Schubklinke RE 5262
Technische Mitteilung Nr. 16
Tastensperre itn Bl. 6
Hamann- Autormnal S.
VII. Abnehmen der Haube
Um die Haube vom Gestell zu entfernen, ist es nicht erforderlich, den
Schlitten aus der Maschine herauszunehmen. Der Schlitten muß jedoch
in der 6. oder 7.Position stehen; außerdem muß das vordere Abdeckblech
(S 5/7) abgeschraubt werden.
Die Haube besteht aus Ober- und Unterteil. Beide Teile sind mit 4 Schrau-
ben von der Unterseite her verbunden. Nach Entfernen dieser Schrauben las-
sen sich Ober- und Unterteil getrennt abheben.
Ist eine Schlittenverschiebung in die 6. oder 7.Position infolge ange-
drehter und blockierter Systemwalze nicht möglich und ist die blockierte
Systemwalze nach der Beschreibung "Blockierung der Systemwalze und Be-
hebung der Störung" nicht freizubekommen, so muß der Schlitten nach vorn
aus der Maschine herausgenommen werden, Hierzu ist zuerst der Tastenhe-
bel (S 17/3), der auf einem Zapfen an der linken Seite der Führungsschie-
ne (S 17/12) gelagert ist, abzunehmen. Dann muß die Führungsleiste, die
mit 2 Zylinderkopfschrauben und einer Sechskantschraube befestigt ist,
entfernt werden, Die in der Mette befindliche Sechskantschraube ist nur
dann zugänglich, wenn die auf dieser mit einem Sprengring befestigte
Sperrklinke (S 9/8) abgenommen wird.
3
32
VIII. Herausnehmens des Schlittens
Maschine auf Addition oder Subtraktion stellen und Schlitten bis in die
äußerst rechte Lage ziehen. Schlittenanschlag links (S 9/11), der mit
einer Schraube befestigt ist, entfernen. Die an der rechten Seite des
Schlittens befindliche Steckfeder (S 38/14), die den Schlittentransport-
hebel (S 11/15) verriegelt, herausziehen. Deckplatte (s 35/15), die sich
ebenfalls an der rechten Seite des Schlittengestells befindet, abnehmen,
Das darunterliegende Löschantriebsrad (s 38/15) nach Entfernen des Spreng-
ringes und der darunterliegenden Scheibe abziehen. (Das Antriebsrad ist
für den genauen Sitz mit 2 Punkten markiert. Ebenfalls ist das damit käm-
mende, auf der Ziffernrollenachse (s 37/21) befestigte Zahnrad markiert,
und zwar befindet sich hierfür ein Punkt am Schlittengestell). Weiterhin
ist der zur Fixierung des Löschantriebsrades dienende Sicherungshebel
(S 38/12) abzunehmen bzw. so weit zu lösen und anzuheben, bis er nicht
mehr außerhalb des Schlittenführungsblechs hervorragt (es besteht sonst
die Gefahr, daß der Hebel beim Herausnehmen des Schlittens verbogen wird).
Der Schlitten kann jetzt von rechts nach links vorsichtig aus dem Gestell
herausgeführt werden,
Bei herausgenommenem Schlitten ist zu beachten, daß der Schalthebel ( 19/2b)
nur dann auf Multiplikation gestellt werden darf, wenn gleichzeitig der
Schlittentransporthebel festgehalten wird. Bei Nichtbeachtung wird der un-
ter Zug der starken Schlittenzugfeder stehende Transporthebel abschnellen,
so daß sich der Hebel deformieren kann.
Cs
IX. Zerlegen des Schlittens (Abb,1)
Beim Auswechseln von Teilen ist nach Möglichkeit der Schlitten aus der
Maschine zu nehmen.
Die vor den Ziffernrollen befindlichen Löschachsen, links für U-Werk
(S 35/5) und rechts für Zählwerk (S 35/11), sind in den 3 Lagerbuchsen
(s 35/1, 10 u.14) gelagert. Durch Hervorschwenken dieser Buchsen können
beide Löschachsen gemeinsam herausgenommen werden,
Beim Wiedereinsetzen ist es nicht erforderlich, alle Ziffernrollen auf
Null zu stellen. Der richtige Eingriff aller Räder für den Löschantrieb
ist daran zu erkennen, daß in Nullstellung der Löschachsen und der An-
triebsräder, also dann, wenn die beiden Unterbrecherhebel (S 37/3 u.20)
mit ihrem Winkel über der Mitte der Aussparungen an den beiden Löschan-
trieben links und rechts (s 35/2 u.13) stehen, der erste Zahn von den
Löschrädern (S 35/5d u.1li) ungefähr bündig mit dem Außendurchmesser der
Ziffernrolle steht. In dieser Stellung ist die Gewähr dafür gegeben, daß
die infolge der Zahnluft in den Antriebsrädern ungenau fixierten Lösch-
achsen von den Ziffernrollen während eines Rechenganges nicht mitgerissen
werden,
Die Ziffernrollenachse (S 37/21) trägt auf der rechten Seite für den An-
trieb der auf der Achse links gelagerten Löschkupplung ein mit der Achse
fest verbundenes Zahnrad. Die Achse geht daher nur von links nach rechts
durchzuschieben, und wird von dem links vom Mittelsteg des Schlittenge-
stells befindlichen Stellring (S 37/10) gehalten. Muß eine Ziffernrolle
ausgewechselt werden, dann ist der Kegelstift vom Stellring zu lösen und
mit einer genuteten Hilfsachse -— Durchmesser 5 mm - die Ziffernrollenachse
so weit durchzustoßen, bis die betreffende Ziffernrolle frei liegt. (Die
Hilfsachse ist unter der Nummer Wz 24 zu beziehen). Ist eine genutete
Hilfsachse nicht vorhanden, dann muß die mit einem Zapfen in die Ziffern-
rollenachse hineinragende Kupplungsbuchse (S 35/17) vorher herausgenommen
werden,
Beim Wiedereinsetzen von Ziffernrollen im Umdrehungszählwerk ist zu be-
achten, daß die Zwischenräder (S 37/7 u.9) wieder in den richtigen Ein-
griff zu den Ziffernrollenrädern kommen. Der richtige Eingriff ist daran
zu erkennen, daß bei Ziffer 0 im Schauloch der betreffenden Multiplikations-
33
hebel (S 35/6 u.7) am weitesten nach vorn ausschlägt (siehe auch Tech-
nische Mitteilung Nr. 13).
Der Divisionshebel (S 37/11) kann nach durchgestoßener Achse (S 37/19)
nach hinten herausgehoben werden. Um ein sicheres Springen des Schlit-
tens bei automatischer Division zu gewährleisten, soll der Divisions-
hebel etwas Spannung haben, so daß er das Bestreben hat, in Beiden! im
Schlittenbodenblech befindlichen Führungsschlitz nach links zu federn
(siehe Technische Mitteilung Nr. 2, Bl. as
Der Transportgriff (S 37/23) und die Fixierungshebel (S 37/32) sind ge-
meinsam auf der Achse (S 37/26) gelagert. Nach Lösen des von der Boden-
seite links zugänglichen Gewindestiftes kann die Achse so weit nach links
geschoben werden, bis der Transportgriff frei ist. Er wird dann nach vorn
herausgezogen. Die Feder für den Transportgriff befindet sich im Mittel-
steg unterhalb der Führungsschraube (S 37/29).
535%,
u 8 5 35/r4 ¢
34
Technische Mitteilungen
femenw Rechenmerchiner
Betrifft: Modell: Mitteilung Nr.: 2
Justierung des Divisionshebels nn Blatt: 1
Abb. 1 Pag. 16 Abb. 2
=> Teil co Federung
J Pag. 20 en Pi
Teil 1
ZY
Vii UZ, KZ
Pag. 10
Teil 5
‘hat, im unbelasteten Zustand von der rechten Schlitzkante des
Fehler beim Dividieren, die dadurch entstehen, daß der Schlitten
nicht einwandfrei springt (Divisionshebel, Pag.16, Teil 21, wird
ausgehoben, fällt jedoch wieder in den gleichen Zahn der Divisions-
schiene, Pag.10, Teil 5) können mit Sicherheit beseitigt werden, im
dem der Divisionshebel so nachgerichtet wird, daß er das Bestreben
Schlittenführungsbleches, Pag.20, Teil 1, nach links abzufedern,
d.h., 488 er unmittelbar nach Verlassen der Stellung in Abb. 1 die
Stellung in Abb. 2 einnimmt. Das Richten kann nur am ausgebauten
Hebel vorgenommen werden, evtl. auch Schlitz im Schlittenführungs-
blech nach links etwas nachfeilen. Jetzt wird der Divisionshebel
nach dem Verlassen der Divisionsschiene sofort nach links springen
und sich zumindest auf den nächsten Zahn setzen, so daß bei völli-
ger Freigabe des Schlittens durch den Sicherungsschieber der Schlit-
ten mit Sicherheit in die nächste Divisionslage springt.
Es bleibt jedoch weiterhin zu beachten, daß die Divisionsschiene
leicht in den Schlitzen spielt.
Divisionsschiene und Multiplikationsschiene nicht einfetten, son-
dern ölen. Fett in den Führungsschlitzen kann zum Kleben führen.
Harzfreies Öl verwenden.
*
[ Dieses Blatt darf ohne unsere Genehmigung weder dritten Personen noch Konkurrenzfirmen weder im Original noch
in Kopie mitgeteilt werden. Reichsgesetz vom 19. Juni 1901, 88 15, 38, BGB. §§ 823/826.
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X.“einchmen des Eirstellkontrollverks Beim Aufsetzen des Lagerbockes auf die Grundplatte ist auf größtmög-
lichste Sauberkeit zwischen den beiden tuschierten Platten zu achten,
da bei geringer Schiefstellung ein einwandfreier Schlittendurchgang
Zuerst den mit 2 Schrauben am Systemlagerbock befestigten Halter mit dem
angenieteten Löschhebel (S 27/1) abnehmen.
nicht mehr gewährleistet ist. Weiterhin ist zu beachten, daß auf der
linken Seite des Bockes der Stift vom Zwischenhebel (S 26/3) in die
Gabel von der Steuerschiene (S 6/2) eintritt. Der richtige Sitz ist
Das Kontrollwerk ist mit 4 Schrauben von der Hinterseite des Systemlager-
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bockes befestigt. Eine dieser Schrauben ist durch den Motor etwas schwer daran zu erkennen, daß beim Schalten des Umschalthebels für die Zähl
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zugänglich, doch ist es mit einem schmalen Schraubenzieher möglich, auch auger Gi Sienarschieue hewegt, wird
diese Schraube zu lösen, ohne den Motor vorher abzunehmen. Das Kontroll-
werk kann dann nach oben herausgenommen werden. Beim Wiedereinsetzen sind
alle Einstellhebel vorher auf 1 zu stellen. Beim Herunterdrücken des Kon-
trollwerks stellen sich dann die Ziffernrollen in die richtige Lage.
Das Einstellkontrollwerk ist nicht fixiert. Es muß daher nach jeder Demon- — =
tage erneut zu den Schaulöchern des Deckbleches ausgerichtet werden. Ge-
ringfügige Abweichungen, bedingt durch das Zahnspiel, werden sich hierbei
nicht vermeiden lassen. Besonders zu beachten ist jedoch, daß das Kontroll-
werk nicht zu tief steht, damit der Löschstift (S 32/5) die Auslösung der
Rasthebel für die Einstellsegmente nicht bereits einleitet.
XI. Abnehmen des kompletten Systemlagerbockes (Abb.2)
Muß zum Beispiel der unterhalb des Systemlagerbockes befestigte Schieber
(S 27/4) ausgewechselt werden, dann kann hierzu der komplette Systemla-
gerbock mit angesetztem Motor von der Grundplatte abgehoben werden. = =
Der Systemlagerbock ist mit 4 Schrauben von oben an der Grundplatte be-
festigt und wird durch 2 Stellstifte fixiert. Nach Lösen dieser 4 Schrau-
ben ist nur noch die Lagerachse für den Unterbrecherhebel (S 24/7) so
weit herauszuziehen, bis der Unterbrecherhebel (S 24/6) frei ist, dann
läßt sich der komplette Bock nach oben abheben. (Beim Erneuern des mit
2 Halsschrauben befestigten Schiebers (s 27/4) ist zu beachten, daß der
Schieber möglichst geringes seitliches Spiel hat).
XTI. Ausbauen der kompletten Systemwalze (Abb.3)
Ist es erforderlich, eine Reparatur in den einzelnen Systemen oder an
dem Zählfingergetriebe vorzunehmen oder muß ein Sicherungshebel (s 28/2)
ausgewechselt werden, dann muß die Systemwalze kompl. ausgebaut werden.
Hierbei ist nach folgenden Richtlinien zu verfahren:
Zapfenschraube (s 25/9) entfernen und die Achse mit den Zw