Handhabung der Hamann Manus Rechenmaschine
Handhabung der
hamann Manus
Rechenmaschine
De Te We
DEUTSCHE TELEPHONWERKE UND KABELINDUSTRIE A.-G., BERLIN SO 36
Deutsche Reichspatente
Auslandische Schutzrechte
Nachdruck
auch auszugsweise verboten.
Anderungen der Konstruktion
und Ausführung vorbehalten.
Der weit iiber die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Erfinder und Rechenmaschinen-Konstrukteur
Dr. ing. h. c. Ch. Hamann hat auf Grund seiner langjahrigen Erfahrungen auf dem Gebiete des Rechen-
maschinenbaues die ‚Hamann‘ Rechenmaschinen entwickelt. Er hat diesen ein im Rechenmaschinenbau
neues, durch In- und Auslandspatente geschütztes mechanisches System, den Schaltklinkenantrieb,
zugrunde gelegt, der sich im Laufe der Jahre in den verschiedenen Modellen bestens bewährt hat. Auf
ihm beruhen das zuverlässige Arbeiten, die einfache Bedienung und die automatische Wirkungsweise,
die alle „Hamann“ Rechenmaschinen auszeichnen.
Auch das einfachste Modell der ‚Hamann‘ Rechenmaschinen, die ‚Hamann Manus‘‘ mit Handkurbel-
antrieb, besitzt alle Einrichtungen und Eigenschaften, die man für ein schnelles und sicheres Rechnen
von einer modernen Handrechenmaschine verlangt. Unter den vielen Vorzügen der ‚Hamann Manus‘
ist besonders die
automatische Division
hervorzuheben. Die Durchführung dieser unangenehmsten Rechenart ist bei dieser Maschine in der
einfachsten Weise gelöst. Es wird vom Rechner hierfür lediglich die Aufgabe direkt in die entsprechenden
Werke der Maschine eingestellt und die Kurbel gedreht. Alle weiteren für die Ausführung der Division
erforderlichen Vorgänge, wie der Schlittentransport usw., werden von der Maschine selbsttätig erledigt.
Da die Maschine mit nur einer Hand bedient werden kann, gestattet sie auch ein sehr schnelles Multi-
plizieren, und durch besondere konstruktive Einrichtungen ist sie selbst zum Addieren und Subtrahieren
ausgezeichnet verwendbar. Infolge ihres kleinen handlichen Formates kann sie überall direkt am Arbeits-
platz benutzt werden.
Über die günstigste Lösung kombinierter Aufgaben und insbesondere über die Verwendung
der automatischen Division für das Addieren, Subtrahieren und Multiplizieren wird von der
Fabrik und den Generalvertretungen gern Auskunft erteilt.
Einige Punkte zur besonderen Beachtung.
Man beachte die herausklappbare große Abbildung der „Hamann Manus‘‘ am Ende der Anleitung
und mache sich mit den nummernmäßig auf Seite 21 verzeichneten Teilen und Bedienungsorganen sowie
mit deren Funktionen vertraut.
Bevor irgendein Handgriff an der Maschine ausgeführt wird, lese man den entsprechenden Abschnitt
aufmerksam bis zum Schluß durch und gehe erst dann zur praktischen Ausführung an der Maschine über.
Zur Arbeit ist die Maschine schräg rechts vom Rechner und so weit von der Tischkante entfernt auf-
zustellen, daß der rechte Unterarm bequem auf dem Tisch ruht und die Kurbeldrehungen aus dem
Handgelenk ausgeführt werden können. Der Schlitten, der zum Versand in die 8. Position gestellt ist,
wird in seine Grundstellung am linken Anschlag gebracht, indem man den Schlittenauslösehebel 9
nach unten drückt und den Schlitten bis zum linken Anschlag führt. Man halte den Hebel 9 fest, damit
der unter Federzug stehende Schlitten nicht gegen den Anschlag prallt.
Das Ölen des inneren Werkes oder sonstige Eingriffe in den Mechanismus sind gemäß Garantie-
schein unzulässig. Schaltwerk und Schlitten sollen in längeren Zeitabständen nur vom zuständigen
Bezirksvertreter gereinigt und geölt werden. — Die Maschine soll gepflegt und bei Nichtbenutzung vor
Staub und Feuchtigkeit durch die beigegebene Wachstuchhaube geschützt werden.
Die „Hamann Manus‘ ist mit verschiedenen zwangsläufig arbeitenden Sperrungen und Sicherungen
versehen, die in Wirksamkeit treten, wenn Bedienungsfehler vorkommen sollten. In solchen Fällen
wende man keinerlei Gewalt an, um die Sperrung aufzuheben. Es empfiehlt sich, die zuvor gemachten
Handgriffe nachzuprüfen und die falsch ausgeführten richtigzustellen, bzw. die unterlassenen nachzuholen.
4
Erklarung der Maschine.
(Vergleiche die Abbildung sowie die Erklärung der Zahlen am Schluß des Heftes.)
Das Schaltwerk.
Das Schaltwerk mit der Systemwalze liegt bei der „Hamann Manus“ in dem feststehenden Gehäuse.
Einstellwerk.
Einstellkontrolle.
Einteilung.
Einstellung.
Aus dem Schaltwerk ragen durch die Schlitze des gewölbten Deckbleches die
Einstellhebel 4 heraus. Das neunstellige Einstellwerk 5 dient zur Einstellung
von Multiplikanden, Divisoren, Summanden und Subtrahenden.
Über dem Einstellwerk 5 liegt das zugehörige Anzeigewerk 6, welches ein gerad-
liniges Ablesen der in das Einstellwerk eingestellten Werte gestattet.
Zur Erleichterung der Einstellung und zur Dezimal-Einteilung dienen die auf
der Schiene über dem Anzeigewerk gleitenden Kommaschieber 19. Denselben
Zweck hat die Markierung der Einer, Zehner, Hunderter usw. durch weiße und
rote Kappen auf den Einstellhebeln.
Man gewöhne sich von vornherein daran, Werte mit der höchsten Stelle beginnend,
d. h. von links nach rechts, so wie man sie liest und schreibt, in das Einstellwerk ein-
zustellen. Die Richtigkeit der eingestellten Zahl ist stets im Anzeigewerk nachzu-
prüfen.
Bei Einstellung der Zahl 76 z. B. werden zuerst mit dem 2. Einstellhebel die 7 Zehner
eingestellt. Hierzu wird der Daumen als Anschlag unter die Ziffer 7 des 2. Einstell-
5
Löschung.
Positionszeichen.
Sperrung.
schlitzes gelegt und der Hebel mit dem
Zeigefinger bis an den Daumen herange-
zogen (s. Abb.). Die folgenden 6 Einer
werden dann mit dem ersten Einstellhebel
in der gleichen Weise eingestellt.
Links von der Kommaschiene ragt der mit
einem Pfeil versehene Löschknopf 3 aus
dem Gehäuse heraus, der niedergedrückt
entweder auf „Add‘ oder auf „Mult‘ ge-
dreht werden kann.
Beim Niederdrücken des Löschknopfes
schnellen die Einstellhebel auf Null zurück.
In seiner Stellung auf ‚„‚Mult“ bleiben die Einstellhebel beim Arbeiten der Maschine
in der eingestellten Lage. Weist dagegen der Pfeil des Löschknopfes auf ,,Add",
so springen die Hebel bei jeder Kurbeldrehung in ihre Null-Lage zurück.
Unten links auf dem Deckblech zeigen zwei Pfeile, der weiße Pluspfeil 14a und
der rote Minuspfeil 14b, nach unten auf die Stellenziffern des Zählwerkes 8. Diese
Pfeile korrespondieren mit den Positionszeigern 15a und b vor demResultatwerk 7
über der Stellenskala 16.
Neben den Positionspfeilen 14a und b befindet sich der Hebel 18. Durch Drücken
dieses Hebels nach unten wird eine evtl. auftretende Sperrung der Handkurbel 12
ausgelöst. Nur in diesem Falle kann die Kurbel links herum in ihre Grundstellung
zurückgedreht werden.
Der Schlitten.
Der vordere, bewegliche Teil der „Hamann Manus“ ist der Schlitten mit dem 8stelligen Zählwerk 8
und dem 13stelligen Resultatwerk 7.
Grundstellung.
Einteilung.
Rändelräder.
Löschung.
Als Grundstellung des Schlittens bezeichnet man seine Stellung an dem linken
Anschlag. Die Positionspfeile 14a und b weisen dann zwischen Zählwerk 8 und
Resultatwerk 7.
Vor den Schaulöchern der beiden Schlittenwerke liegt eine Kommaschiene mit
Kommaschiebern 19 zum Abteilen von Dezimalen.
Mit den Rändelrädern 17 können Werte in das Resultatwerk 7 direkt eingestellt
werden. Die Rändelräder lassen sich nur drehen, wenn sie nicht mit dem Mecha-
nismus des Systems im Eingriff stehen; sie sind daher nur in der Grundstellung
des Schlittens zu bedienen und können nicht über 9 oder 0 hinaus gedreht werden.
Durch Niederdrücken des Löschhebels 13a wird das Resultatwerk 7 und durch
Niederdrücken des Löschhebels 13b das Zählwerk 8 gelöscht. Die Löschung
kann in allen Schlittenpositionen ausgeführt werden.
Die Bedienungsorgane.
Bei der Bedienung der „Hamann Manus“ ist darauf zu achten, daß stets alle Schalt- und Bedienungs-
organe, wie Kurbel, Löschgriffe, Löschknopf, Umschalter und Zählwerksteuerhebel, in ihre Endstellungen
richtig einrasten. Während einer Kurbeldrehung darf kein Bedienungsorgan umgeschaltet werden.
Eine irrtümlich begonnene Kurbeldrehung ist stets zu Ende zu führen.
Handkurbel.
Schlitten-
transporttasten.
Schlitten-
auslösehebel.
Umschalter.
Die Kurbel 12, die nur in einer Richtung — rechts herum — gedreht werden
kann, dient zur Drehung der Systemachse, sie schnappt in ihrer Grundstellung
in den Anschlag 12a ein.
Durch Druck auf die Transporttaste 10 wird der nach rechts herausgezogene
Schlitten um eine Stelle nach links befördert. Für die schrittweise Bewegung des
Schlittens nach rechts dient die Transporttaste 11.
Aus dem Schlittendeckblech ragt vorn der Schlittenauslösehebel 9 heraus, durch
dessen Niederdrücken die seitliche Bewegung des Schlittens um beliebig viele
Stellen freigegeben wird. Der Hebel ist beim Verschieben des Schlittens stets
festzuhalten, damit dieser nicht entgleitet. Gemäß den mit ,,:‘‘ und „x“ be-
zeichneten Pfeilen auf dem Hebel wird die Maschine auf automatische Division
umgeschaltet, wenn der Hebel in den Schlitten in dessen Grundstellung hinein-
geschoben wird, während er für Multiplikation sowie auch für Addition und Sub-
traktion herausgezogen werden muß.
Der unter der Kurbel liegende Umschalter 1 bewirkt je nach seiner Lage auf „Add“
oder „Sub“ die Einstellung des Schlittens für positive oder negative Übertragung
von Werten aus dem Einstellwerk 5 in das Resultatwerk 7.
Zahlwerk-
steuerhebel.
Der Zählwerksteuerhebel 2 wird zum Addieren und Multiplizieren auf „+“ und
zum Subtrahieren und Dividieren auf ,,—‘‘ gestellt. Durch den Hebel 2 wird der
Drehsinn des Zahlwerkes 8 gegen den des Resultatwerkes 7, dessen Drehsinn
durch den Umschalter 1 bestimmt wird, umgeschaltet. In der Stellung des Zahl-
werksteuerhebels 2 auf „+“ arbeiten beide Werke im gleichen Drehsinn, also beide
positiv oder beide negativ. Steht der Zählwerksteuerhebel 2 auf ,,—‘‘, so arbeiten
beide Werke im entgegengesetzten Drehsinn, also das eine positiv und das
andere negativ.
Ausführung der vier Rechenarten.
Addition.
Beispiel:
6,34
15,09
0,75
30,30
52,48 (Summe)
(Summanden)
Einstellung der Maschine:
1. Umschalter 1 auf ,,Add“,
2. Zählwerksteuerhebel 2 auf „+‘‘,
3. Schlittenauslösehebel 9 herausgezogen,
4. Löschknopf 3 auf „Add“.
Kommaregel: Bei Addition von Summanden mit Dezimalen ist für die Stellung des Kommas stets der Summand mit den meisten
Dezimalen maßgebend. Das Komma ist vor Beginn des Addierens im Einstellwerk und im Resultatwerk zu markieren.
10
Vor jeder Rechenaufgabe iiberzeuge man sich stets, daß die Schaulöcher aller Werke Null zeigen.
ie
5.
Nach dem Einstellen der Maschine auf Addition wird der Schlitten durch Druck auf die
Schlittentransporttaste 11 aus seiner Grundstellung in die erste Arbeitsposition gebracht,
so daß der Pluspfeil 14a sowie der Pluszeiger 15a auf die erste Stelle zeigen.
Der erste Posten 6,34 wird mit dem 3.—1. Einstellhebel in das Einstellwerk 5 eingestellt
und das Komma sowohl im Einstellwerk 5 als auch im Resultatwerk 7 zwischen die
2. und 3. Stelle gesetzt.
. Nach Kontrolle der Einstellung in dem Anzeigewerk 6 wird der Posten durch eine Kurbel-
drehung in das Resultatwerk 7 übertragen und dabei automatisch im Einstellwerk
gelöscht.
Die weiteren Posten 15,09, 0,75 und 30,30 werden in der unter 2 erläuterten Weise in
das Einstellwerk eingestellt und in der unter 3 HBEBS SEHEN Art in das Resultatwerk
übertragen, wo sie addiert werden.
Nach Übertragung des 4. Postens ist im Resultatwerk 7 die Summe 52,48 erschienen und
in der 1. Stelle des Zählwerkes 8, in dem die Posten gezählt wurden, ist die Ziffer 4
sichtbar.
Die Schlittenwerke werden durch Niederdrücken der Löschhebel 13a und 13b gelöscht.
Sind mehrere gleiche oder fast gleichartige Posten zu addieren, ist es vorteilhaft, den Löschknopf 3
auf „Mult“ zu drehen, da dann die eingestellten Hebel nach der Kurbeldrehung in ihren Stellungen stehen
bleiben und etwa notwendige Umstellungen der Hebel leicht vorgenommen werden können. Das Ein-
stellwerk wird in diesem Fall — wie auch bei Multiplikation und Division — durch Druck auf den Lösch-
knopf 3 gelöscht.
11
Subtraktion.
Beispiel:
23464 (Minuend)
— 17386 |
ay 87 | (Substrahenden)
15991 (Differenz)
Einstellung der Maschine:
1. Umschalter 1 auf ‚Sub‘,
2. Zahlwerksteuerhebel 2 auf „—“,
3. Schlittenauslösehebel 9 herausgezogen,
4, Löschknopf 3 auf „Add“.
Kommaregel: Für die Kommastellung ist stets die Zahl mit den meisten Dezimalen maßgebend.
12
nn ds ers
Da die Rändelräder 17 der „Hamann Manus‘ eine bequeme Vorrichtung zur direkten Einstellung
von Ziffern in das Resultatwerk 7 darstellen, benutzt man diese vorteilhaft auch für die Einstellung
des Minuenden.
ue
6.
Nach dem Einstellen der Maschine auf Subtraktion dreht man in der Grundstellung des
Schlittens den Minuenden 23464 mittels der Rändelräder 17 in die 5.—1. Stelle des
Resultatwerkes 7 ein.
Es steht dem Rechner natiirlich auch frei, den Minuenden in das Einstellwerk 5 einzustellen und ihn durch eine
Kurbeldrehung in das Resultatwerk 7 zu übertragen. Dann müssen jedoch die im Zählwerk 8 erschienenen Neunen
wieder gelöscht werden.
. Der Schlitten wird mittels der Transporttaste 11 in die erste Position gebracht, so daß
der Minuspfeil 14b und der Minuszeiger 15b auf die erste Arbeitsstellung zeigen.
. Den Subtrahenden 7386 stellt man mit dem 4.—1. Einstellhebel in das Einstellwerk 5
ein und kontrolliert die Richtigkeit der beiden eingestellten Werte.
. Durch eine Kurbeldrehung — rechts herum — wird der Minuend im Resultatwerk um
den Subtrahenden vermindert, wobei die Einstellhebel 4 automatisch in ihre Null-Lage
zurückschnellen.
. Der zweite Subtrahend 87 wird in gleicher Weise in das Einstellwerk eingestellt und
abgezogen.
Im Resultatwerk 7 ist die Differenz 15991 erschienen und im Umdrehungszählwerk 8 eine 2, weil zwei Posten abge-
zogen wurden. :
Die Schlittenwerke werden durch Niederdriicken der Léschhebel 13a und 13b gelöscht.
Ist bei Addition und Subtraktion etwa ein nicht richtig eingestellter Posten bereits in das Resultatwerk
iibertragen worden, so ist dieser falsche Posten noch einmal einzustellen und bei einem Additions-
fehler in der Umschalterstellung auf „Sub‘‘ abzuziehen, bzw. bei einem Subtraktionsfehler in der Um-
schalterstellung auf ,,Add‘‘ zu addieren. Dann wird der richtige Posten eingestellt, der Umschalter der
auszufiihrenden Rechnung entsprechend umgelegt und der Wert iibertragen.
13
Multiplikation.
Beispiel:
3845 (Multiplikand)
x 246 (Multiplikator)
945870 (Produkt)
N (Faktoren)
Einstellung der Maschine:
1. Umschalter 1 auf ,,Add‘‘,
2. Zählwerksteuerhebel 2 auf „+“,
3. Schlittenauslösehebel 9 herausgezogen,
4. Löschknopf 3 auf ,,Mult‘‘.
Kommaregel: Im Resultatwerk 7 sind so viele Dezimalen von rechts abzustreichen, wie die Summe der rechts hinter den Komma-
schiebern stehenden Stellen des Zählwerkes und Einstellwerkes ergibt.
14
Beim Multiplizieren ist es vorteilhaft, den Multiplikator stets mit seiner höchsten Stelle beginnend in
das Zählwerk 8 einzukurbeln, da der Schlitten beim Transport durch eine Feder nach links gezogen wird.
ue
2:
Nach dem Einstellen der Maschine auf Multiplikation wird der Multiplikand 3845 in die
4.—1.Stelle des Einstellwerkes 5 eingestellt.
Da in unserem Beispiel der Multiplikator 246 eine 3stellige Zahl ist, transportiert man
den Schlitten mittels der Transporttaste 11 oder durch Ziehen an dem rechten Lösch-
hebel 13a aus seiner Grundstellung um 3 Stellen nach rechts, so daß Pluspfeil 14a und
Pluszeiger 15a auf die 3. Arbeitsposition zeigen.
. In das 3. Schauloch des Zahlwerkes werden durch 2 Kurbeldrehungen die 2 Hunderter
eingekurbelt.
Der Kurbelgriff wird während der beiden Drehungen leicht nach rechts angezogen gehalten, damit er nicht in seinem
Aufhalter 12a einrastet. Bei Beendigung der zweiten Kurbeldrehung läßt man den Kurbelgriff wieder in den Aufhalter
einschnappen.
. Durch Druck mit dem Daumen auf die Transporttaste 10 transportiert man den Schlitten
in die 2. Position, wobei der Kurbelgriff nicht losgelassen wird, und kurbelt hier die
4 Zehner durch vier Kurbeldrehungen ein.
. Nach weiterem Transport des Schlittens in die 1. Stelle und Einkurbeln der 6 Einer ist
der ganze Multiplikator 246 im Zählwerk und gleichzeitig das Produkt 945870 in der
6.—1. Stelle des Resultatwerkes erschienen.
Nach kurzer Zeit des Übens wird man beim Multiplizieren das Entstehen des Multiplikators im Zählwerk 8 gar nicht
mehr mit den Augen verfolgen, sondern die Multiplikatorziffern rhythmisch nach dem Gehör einkurbeln.
. Das Einstellwerk wird durch Druck auf den Löschknopf 3 und die Schlittenwerke werden
durch Niederdrücken der Löschhebel 13a und 13b gelöscht.
Ist für eine Multiplikatorstelle versehentlich eine zu hohe Ziffer eingekurbelt, so korrigiert man die
zuviel gemachten Drehungen in der Stellung des Umschalters 1 auf „Sub“. — Nicht vergessen, den
Umschalter dann wieder auf ,,Add‘‘ zurückzulegen!
15
Automatische Division.
Beispiel:
581214 : 2468 = 235,5
(Dividend) (Divisor) (Quotient)
Einstellung der Maschine:
Umschalter 1 ohne Bedeutung.
1. Zählwerksteuerhebel 2 auf „—“‘,
2. Schlittenauslösehebel 9 hineingeschoben,
3. Löschknopf 3 auf ,,Mult**.
Kommaregel: Bei der Division hat man die Festsetzung des Kommas für den Quotienten im Zählwerk auf alle Fälle vor Beginn
16
des Rechnens vorzunehmen, auch wenn die Aufgabe keine Dezimalen enthält. — Für den Quotienten, der im Zähl-
werk errechnet wird, ist das Dezimalkomma nach folgender Regel zu setzen: Im Zählwerk werden stets so viele
Stellen von rechts abgestrichen, wie die Differenz der hinter den Kommaschiebern stehenden Stellen des Resultat-
und des Einstellwerkes ergibt.
Da die „Hamann Manus“ die Division automatisch durchführt, hat der Rechner nach der Einstellung
der Maschine nur das Einsetzen der Aufgabe vorzunehmen.
1.
4.
Nach dem Einstellen der Maschine auf Division wird der Dividend 581214 mittels der
Rändelräder 17 in der Grundstellung des Schlittens in die 13.—8. Stelle des Resultat-
werkes 7 eingedreht*) und der Kommaschieber zwischen die 7. und 8. Stelle gesetzt.
. Der Divisor 2468 wird rechts vom roten Punkt auf dem Deckblech, d.h. mit dem 6.
bis 3. Einstellhebel in das Einstellwerk 5 eingestellt und ebenfalls das Komma hinter
der 3. Stelle markiert.
Nach nebenstehender Kommaregel für Division wird nunmehr das Komma im Zählwerk 8 (Quotientenwerk) zwischen
die 5. und 6. Stelle gesetzt.
. Man zieht oder schiebt den Schlitten aus seiner Grundstellung ganz nach rechts — der
Minuspfeil 14b zeigt auf die 8. Zählwerkstelle**) — und dreht die Kurbel in gleichmäßig
flottem Tempo so lange, bis der Schlitten seine Grundstellung erreicht hat oder vom
Quotienten genügend Stellen errechnet sind.
Der gesuchte Quotient 235,5 ist an der 8.-5. Stelle des Zählwerkes 8 gebildet worden.
Das Einstellwerk wird durch Druck auf den Löschknopf 3 gelöscht. Die Löschung der
Schlittenwerke erfolgt durch Niederdrücken der Löschhebel 13a und 13b.
Die vorstehende Division kann in der 5. Stelle abgebrochen werden, da sie hier ohne Rest aufgeht.
Etwaige Divisionsreste verbleiben bei anderen Aufgaben in dem Resultatwerk.
*) Selbstverständlich kann der Dividend auch in das Einstellwerk eingestellt und von dort in Multiplikationsstellung der Maschine
in das Resultatwerk übertragen werden. Es ist jedoch darauf zu achten, daß hiernach die im Quotientenwerk 8 entstandene
Ziffer 1 bzw. 9 wieder gelöscht wird.
**) Hat der Divisor mehr als 6 Ziffern, so daß er mehr als 6 Stellen des Einstellwerkes einnimmt, darf der Schlitten nur um ent-
sprechend weniger Stellen herausgezogen werden, bei einem 8stelligen Divisor z. B. nur bis in die Minusposition der 6. Stelle.
17
Addition.
Einstellung der Maschine.
1. Umschalter 1 auf „Add“.
2. Zählwerksteuerhebel 2 auf „+“.
3. Löschknopf 3 auf „Add“.
4. Schlittenauslösehebel 9 heraus.
Ausführung:
18
5. Schlitten durch die Transporttaste 11 in Ar-
beitsstellung bringen (Pluspfeil und Plus-
zeiger zeigen auf die 1. Position).
6. Ersten Posten mit den Einstellhebeln 4 in
das Einstellwerk 5 einstellen und seine Rich-
tigkeit im Anzeigewerk 6 prüfen.
7. Kurbel einmal rechts herum drehen. — Nr. 6
und 7 wiederholen, bis alle Posten addiert
sind.
8. Zählwerk 7 und 8 löschen.
Kurze Wiederholung
Subtraktion.
Einstellung der Maschine.
Ih
Umschalter 1 auf ‚Sub‘.
2. Zahlwerksteuerhebel 2 auf „—“.
3. Löschknopf 3 auf „Add“.
4. Schlittenauslösehebel 9 heraus.
Ausführung:
5. Minuenden in Schlittengrundstellung mittels
=
9.
der Rändelräder 17 in das Resultatwerk 7
eindrehen.
. Schlitten durch die Transporttaste 11 in die
1. Arbeitsposition bringen.
Subtrahenden in dasEinstellwerk5 einstellen.
. Durch eine Kurbeldrehung den Minuenden
um den Subtrahenden vermindern. — Nr. 7
und 8 wiederholen, bis alle Posten subtra-
hiert sind.
Zählwerke 7 und 8 löschen.
Siehe die Abbildung am Schluß.
der vier Rechenarten.
Multiplikation.
Einstellung der Maschine.
1. Umschalter 1 auf ‚Add‘.
2. Zählwerksteuerhebel 2 auf „+“.
3. Löschknopf 3 auf ,,Mult*.
4. Schlittenauslösehebel 9 heraus.
Ausführung:
5. Multiplikanden in das Einstellwerk einstellen.
6. Schlitten um so viele Stellen nach rechts trans-
Automatische Division.
Einstellung der Maschine.
1. Zählwerksteuerhebel 2 auf „—“.
2. Löschknopf 3 auf ,,Mult“‘.
3. Schlittenauslösehebel 9 hinein.
Ausführung:
4. Dividenden mit den Rändelrädern 17 in
Schlittengrundstellung in das Resultatwerk 7
eindrehen, mit der 13. Stelle beginnend.
portieren, wie der Multiplikator Stellen hat
(Pluspfeil 14a sowie Pluszeiger 15a zeigen 5. Divisor in das Einstellwerk 5, rechts vom
auf die betreffende Arbeitsstellung). roten Punkt mit dem 6. Hebel beginnend,
. Die Ziffer der höchsten Stelle des Multipli- einstellen.
kators in die betreffende Zählwerkstelle 6. Kommastellung im Quotientenwerk Vor-
einkurbeln. Sehnen
. Schlitten durch Druck auf Transporttaste 10 7. Schlitt 5 hts bi Anschl
in die nächste Stelle rücken. (7 und 8 der Po user.
Aufgabe so oft wiederholen, bis der ganze er a ; ;
Multiplikator in das Zählwerk aufgenommen 8. Kurbel so lange drehen, bis der Quotient
ist.) errechnet ist.
9. Alle Werke löschen. 9. Alle Werke löschen.
Siehe die Abbildung am Schluß.
19
20
Uber die giinstigste Lésung kombinierter Aufgaben
und insbesondere tiber die Verwendung der auto-
matischen Division fiir das Addieren, Subtrahieren
und Multiplizieren wird von der Fabrik und den
Generalvertretungen gern Auskunft erteilt.
ANOoOrhWDND He
Erklärung der Zahlen.
Umschalthebel für Addition und Subtraktion
Zählwerksteuerhebel
Löschknopf für Einstellwerk 5
Einstellhebel für Einstellwerk 5
Einstellwerk
Einstellkontrolle (Anzeigewerk)
Resultatwerk
Zählwerk (Quotientenwerk)
Schlittenauslösehebel (Divisionsriegel)
Taste zum Schlittentransport nach links
Taste zum Schlittentransport nach rechts
Kurbel
Anschlag für Ruhestellung der Kurbel
Löschhebel für Resultatwerk 7
Löschhebel für Zählwerk 8
Pluspfeil
Minuspfeil
Pluszeiger
Minuszeiger
Stellenskala für den Schlittentransport
Rändelräder zur direkten Einstellung von Ziffern in das Resultatwerk 7
Auslösehebel für die Rückwärtsdrehung der Kurbel
Kommaschieber
73 19 BA wg
4/0 /0 Ip Ip fj
se B00
&%
4
30230 -M/13€0