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Historical Document · 1967

FunkAmateur, June 1967 (Soemtron 220 announcement, in German)

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The June 1967 issue of the East German magazine FunkAmateur, which announced the zero series of the Soemtron 220 Nixie desk calculator from Sömmerda (in German).

Author
FunkAmateur
Year
1967
Type
Historical Document
Language
German
Credit
via worldradiohistory.com.

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FunkAmateur, June 1967 (Soemtron 220 announcement, in German)

ELEKTRONISCHE SIRENE • SCHMIDT-DIAGRAMM KASKODEFOLGER • RC-GENERATOR IN BAUSTEIN TECHNIK • TRANSISTOR-A-VERSTÄRKER AN DER 6,3-V-WICKLUNG • ELEKTRONISCHE MORSETASTE AMATEUR TRANSISTORSENDER TRANSFOX 80 • FILTERSEN _______ DER FÜR SSB • MAGNETBANDGERÄT TESLA B41 PRAKTISCHE ELEKTRONIK FÜR ALLE BAUANLEITUNG: VOLTMETER MIT TRANSISTOREN 1967 IM BLICKPUNKT: Leipziger Messe 1967 Bald ist der VEB Fernsehgerätewerk Staßfurt Alleinproduzent für Fernsehempfänger in der DDR. Sein Produktionsanteil beträgt heute be­ reits 74 %. In den großen modernen Werk­ hallen laufen 9 Montagebänder. Die Gesamt­ belegschaft umfaßt rund 3100 Mitarbeiter (Bild oben) Das zur Leipziger Herbstmesse 1966 vom VEB Fernsehgerätewerk Staßfurt als Neuheit vor­ gestellte Universalchassis wurde zur Grundlage von drei Weiterentwicklungen dieser Frühjahrs­ messe, u. a. des Tischempfängers „Donja 1401“ (Bild Mitte) Eine besondere Nachfrage dürfte der neue 4- Wellen-Kleinsuper „Miranda“ des VEB Stern- Radio Sonneberg auslösen, ein 10-FM 6-AM- Kreiser mit hohem Bedienungs- und Wieder­ gabekomfort (Bild unten) Fotos: RFT-Werbung Kurz mitgeteilt aus der DDR Der in der Null-Serie produzierte elektronische Tischrech­ FUNKAMATEUR ner „Soemtron 220" vom VEB Büromaschinenwerk Söm­ merda wird noch 1967 mit einer hohen Stückzahl den Welt­ FACHZEITSCHRIFT FÜR ALLE markt um ein Spitzenerzeugnis dieser Branche bereichern. Von diesem Tischrechner werden alle Rechenoperationen GEBIETE DER ELEKTRONIK - der vier Grundrechenarten sowie zusätzlich das automati­ SELBSTBAUPRAXIS sche Potenzieren bis zu 15 Stellen ausgeführt und durch Leuchtziffern angezeigt. Durch die Ausrüstung mit drei weiteren Speichern sind u. a. umfangreiche Kettenrechnun­ gen, insbesondere technische Berechnungen, möglich. Der 13 Kilogramm schwere und 46,5 X 38 X 18 Zentimeter 16. JAHRGANG HEFT 6 1967 große elektronische Tischrechner arbeitet geräuschlos, ist mit Ausnahme der mechanischen Teile wie z. B. Tasten wartungsfrei und durch die gute Qualität der Bauteile von hohef Lebensdauer. Durch die große Rechengeschwin­ digkeit ist gegenüber den herkömmlichen Rechenautomaten AUS DEM INHALT eine Leistungssteigerung bis zu 350 Prozent möglich. „Soemstron 220" ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut; Ein Transistorvoltmeter für Vielfachmesser 264 die Zulieferung von Baugruppen bzw. von Einzelteilen Zwei RC-Generatoren in Bausteintechnik 265 erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspart­ Koppelung mehrerer Einstellregler 266 nern. - Eine Elektronenstrahl-Schweißanlage, deren Funk­ Elektronische Sirene mit einem Transistor 267 tionsmuster im Forschungsinstitut Manfred von Ardenne Bemerkungen zu elektronischen Morse­ unter Mitwirkung des VEB Hochvakuum Dresden entwik- tasten 267 kelt und gebaut wurde, hatte auf dem Kollektivstand der Magnetbandgerät TESLA ANP 225-B 41 268 Vakuumtechnik der DDR zur Frühjahrsmesse ihr Debüt Deutsche Meister richteten Radioklub ein 270 gegeben. Mit Hilfe stark gebündelter Elektronenstrahlen Schaltungspraxis von Rechenmaschlnen- lassen sich damit z. B. hochlegierte Stähle bereits mit 0,5 Modellen 270 Kilowatt verschweißen. Die Schweißnahtbreite beträgt da­ Transistorisierter NF-A-Verstärker bei weniger als drei Millimeter. Das günstigste Tiefe- zum Anschluß an die 6,3-V-Heizwicklung 272 Breite-Verhältnis der Schweißnaht und der geringe Verzug 1-Watt-Transistorsender „Transfox 80" für die Fuchsjagd 274 beim Schweißen ermöglichen ganz neue Konstruktionsprin­ Im Blickpunkt: Nordhausen 278 zipien. Dieses neue Schweißverfahren wird in der DDR Der Tag mit dem General 278 u. a. für den Fahrzeug-, Getriebe-, Elektromotoren- und Unsere Rufzeichen leben 279 Turbinenbau durch eine sozialistische Arbeitsgemeinschaft Jetzt im Wettbewerb dem Roten Oktober vorbereitet. - Das Institut für Energetik Leipzig gibt je­ entgegen 280 den Monat zahlreiche gezielte Informationen zur komple­ Ein SSB-Filtersender für 80, 40 und 20 m 281 xen sozialistischen Rationalisierung heraus. Allein in 2000 Anwendung des Schmidt-Kreisdiagramms 283 Exemplaren erscheint monatlich die „Schnellinformation Leiterplatten-Datenblatt Nr. 20 285 Energiewesen", in der über technische und ökonomische Leiterplatten-Datenblatt Nr. 21 286 Tendenzen und Neuentwicklungen aus dem In- und Aus­ Schlagwortverzeichnis zur Zeitschrift FUNK­ land referiert wird. - Eine sozialistische Arbeitsgemein­ AMATEUR, Jahrgang 1965 287 schaft der WB Lacke und Farben entwickelt gegenwärtig Die Berechnung der Kaskodenfolger-Schal- Anstrichstoffe, die für ein modernes Tauchlackierverfahren tung 290 einzusetzen sind. Dieses elektrophoretische Auftragsverfah­ Tips für den Service 292 ren für Anstrichstoffe ist im wesentlichen ein Tauchpro­ Bauanleitung für ein LCU-Meßgerät 293 zeß, bei dem gleichzeitig eine Gleichspannung anliegt. Un­ Tips für den Service 294 ter dem Einfluß des elektrischen Feldes wandern die ne­ Simultanbetrieb von 2 Schiffsmodellen mit gativ geladenen Anstrichstoffteilchen auf das Werkstück einer Proportional-2-Kanal-Funkfernsteue- rung für 27.12 MHz 295 und scheiden sich dort ab. Der Beschichtungsvorgang findet Tips für den Service 296 also an dem als Anode geschalteten Werkstück statt und Für den KW-Hörer 297 führt zu einem dicht gepackten, wasserunlöslichen Lack­ Aktuelle Information 299 film mit niedrigem Wassergehalt. Die Abteilung Nachrichtensport teilt mit 299 FUNKAMATEUR-Korrespondenten berichten 300 CQ-SSB 302 Zu beziehen: Contestinformationen des Radioklubs Albanien: Ndermarrja Shtetnore e Botimeve, Tirana. der DDR 303 Bulgarien: Direktion R.E.P., 11 a, Rue Paris, Sofia. — RAZNOIZNOZ, 1, UKW-/DX-Bericht 306 Rue Tzar Assen, Sofia. Zeitschriftenschau - YL-Bericht 310 China: Waiwen Shudian, P.O. Box 88, Peking. CSSR: ARTIA Zeitschriften-Import, Ve smekach 30, Praha. — Postovni novinovä sluzba, Vinohradska 46, Praha 2. — Postovni novinovä sluzba dovoz. Leningradska ul. 14, Bratislava. Polen: PKWZ Ruch, Wronia 23, Warszawa. Rumänien: CARTIMEX, P.O. Box 134/135, Bukarest. — Directia Generala a Postei si Difuzarii Presei, Palatul Administrativ C.F.R., Bukarest. UdSSR: Bei den städtischen Abteilungen von „Sojuspetchatj“ bzw. den TITELBILD sowjetischen Postämtern und Postkontoren nach dem dort ausliegenden Katalog. Endikon-Bildaufnahmeröhren werden haupt­ Ungarn: Posta Központi Hirlappiroda, Josef Nador ter. 1, Budapest V, sächlich in kleinen industriellen Anlagen der und P.O. Box 1, Budapest 72. — KULTURA, Außenhandelsunternehmen angewandten Fernsehtechnik verwendet. Im Zeitschriften-Import-Abteilung, Fö utca 32, Budapest I. VEB Werk für Fernsehelektronik Berlin stehen Westberlin, Westdeutschland und übriges Ausland: Buchhandel bzw. moderne Geräte für die Fertigung dieser Spe­ Zeitschriften-Vertriebsstelle oder Deutscher Buch-Export und -Imoort zialröhren zur Verfügung GmbH, 701 Leipzig, Leninstraße 16. Foto: WF-Werbeabteilung/Schwarzer FUNKAMATEUR Nr. 6 1967 263 Ein Transistorvoltmeter für Vielfachmesser ING. K. FRENZEL Meßwerk liegt im Emitterkreis in einer tels R 6 bzw. R 7 in der Kollektorlei­ Stückliste Brückenschaltung, sein Ausschlag ist die tung von Tr 3 bzw. Tr 4 ein Strom von Tri; Tr2 LF 871 o. ä. Anzeige des Potentialunterschiedes der etwa 2 mA eingestellt. Der Absolutwert Tr3; Tr4 LC 815 an Tri und Tr2 anliegenden Basis­ ist unkritisch, hängt von den verwende­ R6; R7 100 kOhtn, Einstellregler spannung. In Schalterstellung „Eichen" ten Transistortypen ab und ist mög­ R8; R9 100 kOhm (Eingang kurzgeschlossen) kann Brük- lichst gering zu halten. Wichtig ist die RIO 5 kOhm kengleichgewicht, d. h. der Nullpunkt Übereinstimmung beider Ströme. Dieser mittels R 16, eingeregelt werden. Tatsache muß Rechnung getragen wer­ RH ■■■ R13 10 kOhtn, Einstellregler den, indem für Tr 1 und Tr 2 sowie für R14; R15 1 kOhm Beim Einschalten der Meßbereiche wird jeweils ein Einstellregler R 11 ... R 13 Tr3 Exemplare ausgesucht werden, die R16 100 Ohm lin. parallel zum Meßwerk gelegt. Mit die­ Paarigkeit in bezug auf Iceo und ß auf­ sem ist die genaue Einstellung des Be­ weisen. Der Quotient beider Daten reichswertes (Vollausschlag) bei anlie­ muß zwischen 0,9 und 1,1 liegen. Das Multizet ist nach wie vor das bei gender Sollspannung möglich. Somit be­ Bei angeschlossenem Multizet (Bereich den meisten Amateuren vorhandene steht auch eine Korrekturmöglichkeit 1 mA) und gedrückter Taste „Eichen" und am häufigsten benutzte Meßinstru­ geringer Abweichungen der Spannungs­ muß sich mittels R 16 einwandfrei der ment. Seine Universalität kann man teilerwerte. Skalennullwert einregeln lassen. Ist dies aber durch verschiedene Zusätze, die nicht der Fall, müssen die Kollektor­ keinerlei Eingriffe in das Innere des 3. Aufbau ströme anders eingeregelt werden. Am Meßgerätes erfordern, wesentlich erhö­ Das gesamte Zusatzgerät findet in einer Bereichsschalter wird Bereich I einge­ hen. Im folgenden wird ein Zusatz Plastdose Platz. Die Anschlußklemmen schaltet. Eine genaue Spannung, die „Transistorvoltmeter" vorgestellt. müssen entsprechend dem vorhandenen dem Sollendwert des Meßbereiches ent­ Multizet gestaltet werden. Der Verstär­ spricht, wird an den Eingang des Zu­ 1. Aufgabenstellung ker wurde auf der Platine Pt unterge­ satzgerätes angelegt, und mittels R 13 Der relativ niedrige Innenwiderstand bracht, die in gedruckter Schaltung aus­ der genaue Skalenwert eingestellt. Ana­ der meisten Multizet erlaubt nur be­ geführt wurde. Die Anschlüsse für die log wird in den Bereichen II und III dingt eine Messung an hochohmigen Batterie sind als Kontaktflächen mit auf verfahren. Stromkreisen; in der Transistortechnik Pt vorhanden. Als Bereichsschalter wird zusätzlich durch die relativ nied­ wird ein Tastensatz MT 4 verwendet, 5. Allgemeines rigen Spannungen ein genaues Messen der gleichzeitig als Einschalter dient. Als Transistoren fanden die sehr preis­ oft zum Problem. Der Eingangsspannungsteiler kann ent­ werten Typen LF 871 und LC815 Ver­ Bei einem Meßinstrument mit hohem sprechend den Erfordernissen ausgelegt wendung. Der Einsatz ähnlicher Typen Eingangswiderstand 1 M Ohm. V) be­ werden; zu berücksichtigen ist die Ska­ ist möglich, eine mittlere Stromver­ sonders in den kleinen Bereichen ste­ leneinteilung des vorhandenen Multi­ stärkung (ß = 30 ■ ■ • 50) ist ausrei­ hen derartige Fragen nicht, da die Be­ zet. Einige Widerstandskombinationen chend, der Kollektorreststrom soll lastung des Stromkreises vernachlässig­ sind in der Tabelle aufgeführt. Das 150 pA nicht überschreiten. Als Ein­ bar ist. Diesen Forderungen wird in Ausmessen der Spannungsteilerwider­ gangsbuchse sollte ein Typ mit hoch­ bestimmtem Umfang das vorliegende stände sowie R 1 und R 2 muß auf einer wertiger Isolation zur Anwendung kom­ Zusatzgerät gerecht. Meßbrücke mit + 1 % erfolgen. Bei men, desgleichen ist auf saubere Ver­ Eingangswiderstand (bei Werten nach Neuberechnungen geht man von der drahtung sowie Reinigung aller Lötstel­ Tabelle) Forderung des Eingangswiderstandes len und der Leiterplatte mit Spiritus zu aus, wählt entsprechend dem kleinsten achten, damit die Wirksamkeit der Bereich I 1 MOhm/V Meßbereich R 1 und R 2, und vernach­ hochohmigen Eingangsschaltung voll Bereich II ä 0,66 MOhm V lässigt bei der weiteren Berechnung erhalten bleibt. Die allgemeine Aus­ Bereich III « 60 kOhm, V Rlnstr. (bei Multizet II = 100 Ohm). führung richtet sich nach dem jeweils 4. Eichung vorhandenen Meßwerk und dem ver­ 2. Wirkungsweise wendeten Gehäuse. Von einem erdfreien Eingang gelangt Nach der elektrischen Kontrolle wird die angelegte Gleichspannung über ohne angelegtes Meßwerk bei Mittel­ einen Spannungsteiler und die Wider­ stellung von R 10 nach Überbrücken der Bild 1: Schaltung des beschriebenen Tran­ stände R1 und R 2 an die Basis der Schaltebene 3 des Tastenschalters mit­ sistorvoltmeters Transistoren Tr 1 und Tr 2. Diese bil­ den mit Tr 3 und Tr 4 jeweils eine Tan­ demschaltung, welche erforderlich ist, um in der verwendeten Schaltungsart (Darlingtonschaltung) bei dem kleinen Arbeitswiderstand einen möglichst gro­ ßen Eingangswiderstand zu erreichen. Die gewählte Gegentakt-Kollektorschal­ tung selbst ist die Voraussetzung für die gute Stabilität der Anordnung be­ züglich thermischen Belastungen. Das Tabelle Meßbereiche R1 R2 R3 R4 R5 0,6: 6; 60 V 300 k 3,6 M 1,2 M 44 k 3; 30; 300 V 1,5 M 18 M 6 M 220 k 1,5: 15; 150 V 750 k I) M 3 M 110 k 264 FUNKAMATEUR Nr. 6 1967 °C OC oß aß 1 4 5 2 3 Bild 3 Bild 2 Bild 2: Bestückungsplan für die Leiterplatine Vielfachmesern, die 3 mA benötigen, ist tigen, denn die Stromverstärkung sinkt Bild 3: Skizze für die Leiterplatine des Tran­ dieses Gerät nicht verwendbar. Die Ge­ bei kleinen Kollektorströmen. Ist das sistorvoltmeters (Maßstab 1 : 1) samt-Stromverstärkung einer Darling­ Produkt der Stromverstärkungen nicht tonschaltung muß hier etwa 100 sein, etwa 100, ergeben sich andere Meßbe­ d. h. die Einzelstromverstärkungen müs­ reiche, als in der Tabelle angegeben. Anmerkung d. Red.: Das Gerät eignet sen also multipliziert diesen Wert er­ Bei T 1 und T 3 ist auf kleine Kollektor- sich bei der angegebenen Dimensionie­ geben. Dabei ist jedoch besonders bei restströme zu achten, besonders, wenn rung nur für Vielfachmesser, die einen den jeweils ersten Transistoren (Tri, T 2 bzw. T 4 höhere Stromverstärkun­ Bereich 100 mV - 1 mA besitzen. Bei Tr 3) der Arbeitspunkt zu berücksich­ gen haben. Zwei RC-Generatoren in Bausteintechnik H. KÜHNE In diesem Beitrag werden zwei Nieder­ kungsfaktor ergibt sich nach (1) aus fol­ d h21e 29 (6) frequenzgeneratoren für jeweils eine Fest­ gender Gleichung: d k “ - k2 + 4 frequenz beschrieben. Die Frequenz ist im R Rl (2) gesamten NF-Gebiet frei wählbar. Die h2ie = 23 + 29 + 4 Generatoren können in den verschie­ Wenn die Stromverstärkung größer ist als k = 2,7 densten Geräten eingesetzt werden. Als Beispiele sollen genannt werden: Modula­ die errechnete, so erfolgt eine Begrenzung Die minimale Stromverstärkung ist also: toren für kleine Sender, Generatoren für der erzeugten Sinusschwingung. 29 (7) Wechselstrombrücken, Prüistift für NF, h2ie = 23+ 2^ + 4-2,7 Für die praktische Dimensionierung ist Morsesummer. nun interessant, wie groß die Stromver­ h2ie = 45 stärkung mindestens sein muß und in Rl wird dann: RC-Phasenschiebergenerator welchem Verhältnis RL und R dann Rl = R • 2,7 Im Bild 1 ist die Schaltung des nach­ stehen müssen. Zur Lösung dieser Auf­ Damit können alle frequenzbestimmenden folgend beschriebenen Oszillators zu gabe setzt man Glieder berechnet werden. In der ausge­ sehen, er enthält als aktives Element einen führten Schaltung wurde ein Transistor Transistor. Dieser Transistor arbeitet in mit einer größeren Stromverstärkung als Emitterschaltung, d. h., zwischen Basis erforderlich eingesetzt. Zum Einstellen und Kollektor wird die Phase um 180° Aus Gleichung (2) wird dann: einer guten Sinusform wurde darum im gedreht. Diese Phasendrehung reicht aber Emitterkreis eine regelbare Stromgegen­ zur Erfüllung der Schwingbedingung 29 (5) h2ie = 23 + k+4k kopplung verwendet. nicht aus. Die Phase muß noch um weitere 180° gedreht werden, so daß sich insge­ Diese Gleichung wird nun differenziert samt eine Phasendrehung von 360° ergibt und der Differentialquotient gleich 0 ge­ Bild 1: Schaltung für den RC-Phasenschieber- und der Generator schwingen kann. Diese generator setzt. Man erhält dann den Wert von k, zusätzliche Phasendrehung wird mit einer bei dem die benötigte Stromverstärkung Bild 4: Schaltung für den RC-Generator mit dreigliedrigen RC-Phasenkette bewirkt. am geringsten wird. Wienbrücke Diese RC-Kette hat die Eigenschaft, die Phase nur bei einer bestimmten Frequenz um 180° zu drehen. Diese Frequenz ist die Schwingfrequenz des Oszillators. Sie kann nach folgender Gleichung berechnet werden: f =_ _ _ _ _ -2_ _ _ _ _ _ _ W ° 2 n • C V 6 R2 + 4 R • RL C = Kapazität der einzelnen Phasen­ schieberkondensatoren R = Wert der einzelnen Phasenschieber­ widerstände Rl = Lastwiderstand im Kollektorkreis An der RC-Kombination entsteht natür­ lich ein Spannungsverlust, der durch den Transistor wieder ausgeglichen werden muß. Der erforderliche Stromverstär­ FUNKAMATEUR Nr. 6 1967 265 Bild 2 Skizze für die Platine des RC-Gene- rators nach Bild 1 Bild 3: Ansichten der bestückten Platine des RC-Phasenschiebergenerators (links) Bild 5: Skizze für die Platine des RC-Gene- rators nach Bild 4 Bild 6: Ansicht der bestückten Platine des RC- Generators mit Wienbrücke (oben) mindestens 3 bringen. Der genannte Wert wird fast immer überschritten. Es ist also möglich, bei beiden Stufen mit kräftigen Gegenkopplungen zu arbeiten. Da die Sinusform der erzeugten Frequenz um so besser wird, je näher man der kri­ tischen Verstärkung kommt, wurde diese mittels einer Stromgegenkopplung im Emitterkreis des ersten Transistors regel­ bar gemacht. Sie wird so eingestellt, daß der Generator gerade sicher anschwingt. Die erreichten Daten des Bausteines sind: und Eingangsspannung in Phase sind, Es ergeben sich dann die geringsten Ver­ werden zwei Transistoren benötigt. Bei zerrungen. UB = 12 V, Ua~ = 5”- 7,5 V, der Frequenz Zur Dimensionierung der beiden Ver­ B-Last min — 2 kOhm, 1 stärkerstufen ist weiter nichts besonderes Iges = 4 mA, f0 = 3900 Hz, (8) zu sagen. Sie werden wie normale NF- f° = 2 Tr • R ■ C h2ie TI = 80. Stufen dimensioniert. Das Ausgangssignal Im Bild 2 ist das Leitungsmuster und im ist die Ausgangsspannung einer Wien­ wird am Emitterwiderstand des zweiten brücke ein Drittel der Eingangsspannung. Transistors abgenommen. Es ist aber auch Bild 3 der Aufbau zu sehen. Das ist das Maximum der Ausgangs­ möglich, die Ausgangsspannung am Kol­ RC-Wienbrückengenerator spannung. Die Frequenz f0 ist die Fre­ lektorwiderstand von TI abzugreifen. quenz, die der Oszillator erzeugt. An dem im Bild 4 gezeigten Oszillator Eine andere Möglichkeit für einen RC- wurden folgende Werte gemessen: Oszillator ist der Wienbrückengenerator. Die Wienbrücke teilt also bei Resonanz­ Eine einfache Schaltung ist im Bild 4 ge­ frequenz die Spannung im Verhältnis UB = 12 V, Ua~ = 3 ••• 5 V, zeigt. Sie wurde für den Baustein benutzt. 3:1. Die beiden Transistoren müssen Rhast min = 4 kOhm, Da bei einer Wienbrücke bei f0 Ausgangs­ also eine Spannungsverstärkung von Iges = 2,1 mA, f0 = 1800 Hz. Koppelung mehrerer Einstellregler Manchmal ist es notwendig, mehrere bunden, was die Verwendbarkeit etwas Potentiometer synchron einstellen zu einschränkt. Beim Einlöten der Trimm­ können. Das kann zum Beispiel bei potentiometer in die Leiterplatte wer­ einem Phasenschiebergenerator der Fall den die Schleifer in Mittelstellung ge­ sein. Bild 1 zeigt eine Ausführung mit bracht, und der Metallstreifen einge­ drei gekoppelten Trimmpotentiometern steckt. Dadurch haben alle Regler gleich (Einstellregler), in der Art, wie sie bei die richtige Höhe. Der Metallstreifen gedruckten Schaltungen verwendet wer­ soll in den Schlitzen möglichst wenig den. Alle Trimmpotentiometer werden Spiel haben. An ein so hergestelltes achsial hintereinander in eine gedruckte Mehrfachpotentiometer kann man na­ Leiterplatte eingelötet. Durch einen Me­ türlich nicht die Anforderungen stellen tallstreifen von 3 mm Breite und 1 mm wie an ein industriell gefertigtes. Für Stärke werden sie verbunden. Aller- viele Anwendungen reicht es aber aus. sings sind dadurch auch die Schleifer Bild 2 zeigt das zugehörige Schaltbild. der Regler miteinander elektrisch ver­ G. Senf -DM2 BJL 266 FUNKAMATEUR Nr. 6 1967 Elektronische Sirene mit einem Transistor M. WAGNER - DM 2 ADD Der anschwellende eindringliche Heul­ ständigem Druck auf den Druckknopf­ men wird, beträgt die Lebensdauer der ton einer Sirene weckt die Aufmerk­ schalter wird die maximale Frequenz Batterie mehr als sechs bis etwa zwölf samkeit eines jeden von uns. Sirenen der Sirene erreicht (bestimmt durch RC- Monate. werden bis heute fast ausnahmslos me­ Glied 30 kOhm und 50 nF) und kon­ Wem die Lautstärke der Sirene noch chanisch aufgebaut. Es sind auch einige stant beibehalten. nicht genügt, der kann am Kollektor elektronische Schaltungen zur Erzeu­ den Sirenenton über einen Kondensator gung eines Sirenentones bekannt, die Das Loslassen des Druckknopfes be­ jedoch alle einen wesentlich zu hohen wirkt das Abschwellen des Tones bis auskoppeln und an jeden beliebigen Aufwand fordern. auf Null. Die Zuführung der negativen Plattenspielereingang des Radios oder Spannung auf die Basis des Transistors an einen Niederfrequenzleistungs- oder Nachdem ich meine sehr einfache elek­ wird unterbrochen, nach der Entladung Modulationsverstärker ansdiließen. Die tronische Sirene mit einem Transistor des 600-,uF-Koedensators ist der Tran­ Größe des Koppelkondensators beträgt mehrfach als „Frequenzbesen" sowohl sistor gesperrt. etwa 0,1 pF beim Anschluß an röhren­ bei örtlichen als auch bei DX-QSO's bestückte Verstärker und ungefähr verwendet hatte und die Aufmerksam­ Die niedrigste Anfangsfrequenz der Si­ 10 pF beim Anschluß an Transistorver­ keit anderer Amateure besonders auf rene wird vom RC-Glied 20 kOhm - stärker. diesen neuartigen Sirenenton auf der 600 pF bestimmt. Eine Vergrößerung Frequenz gelenkt hatte, gelang es mir, des Kondensators bewirkt eine tiefere Der elektrische Aufbau des Oszillators noch mehr DX-QSO's als vorher zu Anfangsfrequenz. Das RC-Zeitglied ist unkritisch, auch etwas längere Lei­ fahren, und wenn es nur die Neugier 2 kOhm - 600 pF bestimmt die An­ tungen nimmt dieser Oszillator nicht des DX-Partners war, etwas mehr über schwell- und Abfallzeit. Eine Vergröße­ übel. diese Sirene zu erfahren. Mehrere OMs rung der Werte ergibt ein verlänger­ Falls infolge Verwendung recht unter­ baten mich, diese Schaltung zu veröf­ tes Zeitintervall. Eie höchste, erreich­ schiedlicher Bauteile der Klang der Si­ fentlichen. Bereits per Funk im QSO bare Frequenz wird über das RC-Glied rene nicht das erforderliche Frequenz- vermittelte ich mehreren OMs diese 30 kOhm - 50 nF festgelegt. Spektrum umfaßt, sind die Größen der einfache Schaltung, so daß bereits vor Die wenigen Einzelteile der Sirene las entsprechenden RC-Glieder zu verän­ der Veröffentlichung die Familie der sen sich in jedem beliebigen Lautspre­ dern. elektronischen Sirenenbesitzer im stän­ chergehäuse in Nähe des Übertragers Während einer Ausstellung der Ber­ digen Wachsen begriffen ist. einbauen. Zwei Flachbatterien, in Reihe liner Post wurde diese Sirene von Es handelt sich um einen Niederfre­ geschaltet, sorgen für eine lange Le­ DM 2 ABO mit einer Lichtschranke ge­ quenz-Oszillator in Emitterschaltung. bensdauer der Sirene. Selbst wenn auf koppelt. Den Besuchern der Ausstellung Frequenzbestimmend sind die RC-Glie- den Ein- und Ausschalter verzichtet wurde damit recht eindrucksvoll eine der und der verwendete Übertrager. wird und damit der ständige Fluß des Alarm- und Sicherungseinrichtung de­ Transistor-Reststromes in Kauf genom­ monstriert. Ein 120- •• • 400-mW-Transistör (GC 120 • • • 123, GC 300 o. ä.) ist das Herzstück des Oszillators. Es werden keine beson­ deren Anforderungen an diesen Tran­ sistor gestellt. Als Übertrager eignet sich jeder Lautsprecher-Anpassungs- Übertrager, gleich welcher Größe, aus Bemerkungen zu elektronischen Morsetasten irgendeinem alten Rundfunkgerät. Jeder permanentdynamische Lautsprecher ist geeignet, je größer der Lautsprecher und H.-J. SCHÄDEL - DM2AQF je stärker sein Magnet, um so lauter wird der Sirenenton, und um so nied­ riger ist seine mögliche Anfangsfre­ quenz. Jeder Amateur, der die nervenaufrei­ Beginnen wir mit dem Beitrag von Der Lautsprecher wird nicht wie üblich bende Atmosphäre internationaler Con­ H. Jakubaschk „Elektronische Morse­ parallel zur Sekundärwicklung des Aus­ teste kennt, weiß den Wert einer guten tasten", Heft 28, „Der praktische Funk­ gangsübertragers, sondern in Reihe mit elektronischen Morsetaste zu schätzen, amateur". Der Verfasser schreibt dazu dieser geschaltet. Die Dauer des Druk- vor allem dann, wenn sie einfach zu auf Seite 80: „Beim Aufbau einer sol­ kes auf den Klingel-Druckknopfschalter bedienen ist und sich durch eine prä­ chen Morsetaste muß man sich aller­ bestimmt die Heuldauer der Sirene. Bei zise Zeichenabgabe auszeichnet. Be­ dings darüber im klaren sein, daß ein kanntlich wurden in den letzten Jahren gewisser Mindestaufwand unumgäng­ diesem Thema nur sehr wenige Bei­ lich ist; denn ein EL-Bug, dessen Zei­ Schaltung der einfachen elektronischen Sirene träge gewidmet, so daß besonders der chenqualität im wesentlichen vom Ge­ noch unerfahrene Amateur meist auf schick des Bedienenden abhängt, ver­ die Schaltungsunterlagen und Bauanlei­ fehlt seinen Zweck natürlich völlig." tungen einiger weniger Autoren ange­ Ich habe daraufhin die von ihm ver­ wiesen ist. Hinzu kommt noch, daß die öffentlichte „hochwertige elektronische Verfasser derartiger Schaltungen (ich Morsetaste" mit 9 Transistoren nachge­ erwähne vor allem H. Jakubaschk „Der baut. Abgesehen davon, daß weder die praktische Funkamateur", Heft 28, S. im Heft 28 beschriebene Variante noch 80-•-94, ferner „FUNKAMATEUR", die im FUNKAMATEUR, Heft 2/61, ver­ Heft 2/61, S. 50- • -52, sowie „Das große öffentlichte Schaltung funktionsfähig ist Elektronikbastelbuch", S. 181) oft selbst und erst durch das Beseitigen einiger keine Sendeamateure sind und somit grober Fehler zum Arbeiten gebracht dem CW-Verkehr als reine Theoretiker werden konnte, ergab ein Vergleich mit gegenüberstehen. Ich habe in letzter einer vor längerer Zeit gebauten ein­ Zeit einige Varianten elektronischer fachen Elektronik taste, daß Aufwand Tasten gebaut und längere Zeit prak­ und Ergebnis bei der 9-Transistor-Taste tisch erprobt und möchte hier meine in einem eklatanten Mißverhältnis ste­ Erfahrungen zur Diskussion stellen. hen, denn auch bei dieser Taste hängt FUNKAMATEUR Nr. 6 1967 267 Schaltung einer Bauteile für Morsetaste einfachen elektronischen Rl 1 kOhm R2 10 ■ • • 25 kOhm - lin Morsetaste mit R3 100 - • • 500 Ohm Cl 100 fiF - 6 V geringem Aufwand C2 20 nF Sl Kippschalter Dr Langwellenspule ohne Kern TI NF-Transistor 50 • • • 150 mW, ß > 40, Iceo < 250 ,uA jedoch mit Hilfe eines Stückes Feder­ bandstahl (alte Weckeruhrfeder), das vor dem Bohren ausgeglüht wird, eini­ ger alter Relaiskontakte und eines Ab­ fallstückchens Piacryl als Griff verhält­ nismäßig leicht zu realisieren. Zu emp­ fehlen ist der Einbau eines Störschutzes die Zeichenqualität im wesentlichen Es ist nicht Aufgabe dieses Beitrages (s. Bild), der eventuell auftretende Fun­ vom Geschick des Bedienenden ab. Ja, nur zu kritisieren, und die aus der be­ ken wirksam unterdrückt. Mit dem ein­ ich behaupte, daß mit dieser Taste vor reits aufgeführten Literatur bekannten gebauten Kippschalter kann man auf allem bei höheren Tempi ein Buchstabe Schaltungen durch eine weitere, mate­ „Dauerton" schalten. Der geringe noch leichter zu verstümmeln ist als mit rialaufwendige Variante zu vermehren. Stromverbrauch bei einer Spannung von der einfachen, die am Schluß des Bei­ Vielmehr möchte ich auf eine von B. 2 • • • 4 V erlaubt den festen Einbau eines trages noch einmal beschrieben wird. Kästner, im FUNKAMATEUR, Heft 4/ Kleinakkus ohne Betriebsschalter. Be­ Hinzu kommt noch eine relativ hohe 1959, veröffentlichte Schaltung einge­ stechend an dem kleinen Gerät ist vor HF-Empfindlichkeit dieser Schaltung; hen, die sich bei mir seit Jahren bestens allem die präzise Gleichheit der ge­ denn als die Taste an einer 200-Watt- bewährt hat. Durch Verwendung eines tasteten Strich-, Punkt- und Pausen­ Station erprobt wurde, ergaben sich empfindlichen polarisierten Relais, z. B. längen, so daß der Nachbau vor allem derartige Impulsverzerrungen durch 0377.001 - 51 221 vom VEB Gerätewerk den noch jüngeren, wenig erfahrenen einstrahlende HF, daß alle möglichen Karl-Marx-Stadt, werden alle Mängel, Amateuren empfohlen werden kann. und unmöglichen Punkt-Strich-Kombi­ die auf schlechte Relaisqualität zurück­ nationen, fast nie aber die gewünsch­ zuführen sind, von vornherein aus