Historical Document · 1949
DE Patent 919,787: Rechenmaschine (C. Hamann, back-transfer of the Manus R)
Christel Hamann's last major patent, filed 29 October 1949: the back-transfer device of the Manus R.
Historical Document · 1949
Christel Hamann's last major patent, filed 29 October 1949: the back-transfer device of the Manus R.
Erteilt auf Grund des Ersten Uberleitungsgesetzes vom 8. Juli 1949 (WiGBI. S. 175) BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES PATENTAMT PATENTSCHRIFT Mi 919 787 KLASSE 42m GRUPPE 15 D 167 1Xb/ 42m AUSGEGEBEN AM 4, NOVEMBER 1954 Dr. h. c. Christel Hamann f, Babelsberg-Ufastadt ist als Erfinder genannt worden 10 15 Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie Aktiengesellschaft, Berlin Rechenmaschine Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 29. Oktober 1949 an Patentanmeldung bekanntgemacht am 8. November 1951 Patenterteilung bekanntgemacht am 23. September 1954 Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine mit den einzelnen Dekaden als Zählglied-Antriebs- glieder zugeordneten Schwinggliedern und Kom- plementärsubtraktion. Schaltwerke dieser Art sind bereits bekannt- geworden, jedoch in verhältnismäßig komplizierter Ausbildung und lediglich für Registrierkassen und ähnliche, nur Additionen und Subtraktionen ohne Stellenverschiebung zulassende Rechengeräte. Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Rechenmaschine mit dekadenweise angeordneten Schwinggliedern und Komplementärsubtraktion zu schaffen, die Verschiebungen der Zählwerke zum Schaltwerk oder umgekehrt zuläßt. Dadurch soll ermöglicht werden, derartige Schaltwerke bei Addier-, Vierspezies- und sonstigen Rechen- maschinen anzuwenden. Außerdem war die Auf- gabe gestellt, eine Rechenmaschine zu schaffen, , deren wesentliche Teile, wozu namentlich die des Multiplikandenschaltwerks und der Zehnerschal- tung gehören, von einfachem Aufbau sind und aus durch Stanzen herstellbaren Einzelteilen bestehen, unter gleichzeitiger Ausnutzung der durch das Prinzip der Subtraktion durch Komplement- addition sich ergebenden Vorteile. Nach der Erfindung wird dies in der Haupt- sache dadurch erreicht, daß die Schwingglieder Zahnsektoren sind, die zwei Antriebsverzahnungen in derartiger Anordnung aufweisen, daß die beiden Verzahnungen seitlich gegeneinander versetzt und durch Verschiebung eines Zählwerkschlittens für den Antrieb der Zählglieder auswählbar und diese Zahnsektoren derart voreinstellbar sind, daß nach Ankupplung an ein gemeinsames Schwingglied bei dessen Schwingbewegung die beiden Verzahnungen einander komplementäre Durchlaufwege gegen- 20 25 30 35 10 15 20 25 30 35. 40 45 50 55 60 919 787 über den Zählgliedern .bzw. diesen zugeordneten Bewegungsübertragungsgliedern zurücklegen, bei Unterbrechung der Antriebsverbindung zwischen den Schwinggliedern und den Zählgliedern während einer der beiden Schwingungsphasen. In einer bevorzugten Ausführung sind die den einzelnen Dekaden zugeordneten Schwingglieder durch Ein- stellglieder über eine trennbare Zahnradverbindung gegenüber dem gemeinsamen Schwingglied vorein- stellbar und hernach mit diesem sowie über eine weitere trennbare Zahnradverbindung mit den Zähl- gliedern kuppelbar. Weitere Erfindungseinzelheiten gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor. Von den Figuren zeigt Fig. ı einen Schnitt durch die Maschine des Aus- führungsbeispiels mit den wesentlichen Teilen des Schaltwerks, des Einstellkontrollwerks, des Schlit- tens und der Zehnerschaltung, : Fig. 2 eine halbschematische Vorderansicht zweier Rechenstellen (Schaltwerk, Kontrollwerk, Schlit- ten), in der zwecks Verdeutlichung der Eingriffs- verhältnisse die Achsen in eine Ebene auseinander- gezogen sind, Fig. 3 einen Einstellsektor, Fig. 4 einen Schnitt durch den linken Teil des Schaltwerks und Schlittens, Fig. 5 und 6 Antriebsorgane der Maschine. In jeder Einstelldekade des Schaltwerks (Multi- plikandenwerks) sind auf der Schaltwerksachse 1 je ein Schwingsektor 2 und ein Einstellsektor 3 (Fig. 1 und 2) frei drehbar gelagert. Der Schwingsektor 2 weist zwei Verzahnungen 2, und 2, auf, welche durch Abkröpfung nach entgegengesetzten Seiten in zwei nebeneinanderliegenden Ebenen kammen. Die Verzahnung 2, kommt bei additiven, die Ver- zahnung 2, bei subtraktiven Rechnungen zur Wir- kung. Der Einstellsektor 3, der. in Fig. ı hinter dem Schwingsektor 2 liegt und in Fig. 3 gesondert dar- gestellt ist, hat einen aus dem Deckblech der Maschine herausragenden Einstellgriff 3,. Durch Vorziehen dieses Griffes und damit Verdrehen des Einstellsektors in neun verschiedene Stellungen werden die Werte 1 bis 9 eingestellt. Dabei kämmt die Verzahnung des Einstellsektors 3 mit einem breiten Zahnrad 4, das seinerseits mit einem mit einer Ziffernrolle 6 verbundenen Zahnrad 5 kämmt (Fig. ı und 2). Die Ziffernrollen 6 bilden so ein Kontrollwerk, in dem die an den Hebeln 3, ein- gestellten Werte in bekannter Weise durch Schau- löcher des Deckblechs linear ablesbar sind. Jedem Zahnrad 4 ist eine Wurmfeder 12 (Fig. 1) zugeord- net, die das Zahnrad entgegen dem Uhrzeiger zu verdrehen und damit den Einstellhebel 3, in die Grundstellung zurückzuziehen sucht. Auf einer Achse 15 gelagerte Rasthebel 14, die in die Ver- zahnung der Räder 5 eingreifen, halten jedoch die Einstellhebel 3, in der jeweils eingenommenen Wert- lage. Auf der Achse 15 ist ferner eine Klappe 13 gelagert, gegen deren abgewinkelte Kante die Rast- hebel 14 in der Raststellung anliegen. Wird mittels des Handhebels 13, die Klappe 13 im Uhrzeiger- sinne verschwenkt, so werden sämtliche Rasthebel 14 entgegen dem Zuge ihrer Federn 16 aus den Ver- zahnungen der Räder 5 ausgehoben, und sämtliche Einstelihebel 3, wie auch die Ziffernrollen des Kontrollwerks springen unter der Wirkung der Federn 12 in die Nullstellung zurück. Außer mit den Zahnrädern 5 des Kontrollwerks kämmen die Zahnräder 4 noch mit auf einer Achse 8 drehbaren Zahnrädern 7,. Jedes Zahnrad 7, bildet mit einem Zahnrad 7, ein Doppelrad, und das Zahn- rad 7, jedes Doppelrades kämmt seinerseits mit der Verzahnung 2, eines Schwingsektors 2 (Fig. 1 und 2). Es wird also bei Einstellung eines Hand- hebels 3, entgegen dem Uhrzeiger der zugehörige Schwingsektor 2 im Uhrzeigersinne um die Achse 1 verdreht, und zwar je Werteinheit um eine Zahn- teilung, so daß mithin bei Einstellung der Werte I, 2,3...9 der Schwingsektor um ein, zwei, drei bis neun Zähne aus der gezeichneten Grundstellung heraus im Uhrzeigersinne gedreht wird. In der Ebene der Verzahnung 2, jedes Schwing- sektors 2 liegt ein Zahnrad 18, und in der Ebene der Verzahnung 2, ein Zahnrad 18, (Fig. 1, 2). Die Zahnräder 18, und 18, sind, einzeln lose drehbar, auf einer Achse ı7 gelagert. Die Achse ı7 kann konzentrisch zur Schaltwerksachse 1 im Uhrzeiger- sinne so weit verschoben werden, bis die Zahnräder 18 zum Eingriff kommen mit Zahnrädern 19, die 65 70 75 80 85 go im verschiebbaren Zählwerksschlitten 24 gelagert | sind und ihrerseits mit den ebenfalls im Schlitten befindlichen zehnzähnigen Rädern 20 kämmen. Die Räder 20, verbunden mit durch Schaulöcher des Schlittens ablesbaren Ziffernrollen 21, bilden das Resultatwerk. Zur direkten Einstellung der Ziffern- rollen 21 des Resultatwerks von Hand dienen Ein- stellräder 23, deren Verzahnung durch Schlitze aus dem Schlittendeckblech teilweise herausragt und die über Zwischenzahnräder 22 mit den Zahnrädern 20 in Triebverbindung stehen. Der Übergang von additiver zu subtraktiver Rechnung wird durch seitliche Verschiebung des Zählwerksschlitens 24 bewirkt. In jeder Rechen- stellung kann der Schlitten aus der additiven Rechenlage durch einen Halbschritt nach rechts in die subtraktive Rechenlage gebracht werden, was durch Längsverschiebung einer im Sockel gelager- ten Schlittenrastschiene in an sich bekannter und daher hier nicht näher beschriebenen Art erfolgt. In der additiven Lage des Schlittens stehen dessen Zahnräder 19 den Zahnrädern 18, gegenüber (Fig. 2), während sie in Subtraktionsstellung den Zahnrädern 18, gegenüberstehen. Der Rechenvorgang, d.h. die Einbringung von Werten über das Schaltwerk in das Resultatwerk, vollzieht sich nun dadurch, daß pro Rechen- umdrehung die Schwingsektoren 2 eine Hinundher- schwingung von konstantem Betrage um die Achse 1 ausführen. Diese wird in folgender Weise bewirkt: Die Achse 8 der Zahnräder 7 ist an beiden Enden in Gabelschlitzen je eines um Achse 1 schwenkbaren Schwinghebels 47 (Fig. 6) gelagert. Die Schwing- hebel 47 führen je Rechenumdrehung eine Hin- undzurückschwingung aus. Die Achse 8 mit den 95 100 105 110 115 120 125 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 919 787 Radern 7 nimmt mithin an dieser Schwingung teil, wobei sie an beiden Enden durch zu 1 konzentrische Seitenwandschlitze 10 (Fig. 1), durch die sie hin- durchragt, geführt wird. In den Gabelschlitzen der Schwinghebel 47 (Fig. 6) liegt ferner eine Stange 9, die andererseits durch Seitenwand- schlitze 11 (Fig. 1) geführt wird. Die Seitenwand- schlitze 11 sind im wesentlichen konzentrisch mit den Schlitzen 10, verlaufen jedoch an ihrem oberen Ende so nach außen, wie aus Fig. 1 ersichtlich, daß in der Grundstellung der Schwinghebel 47, wobei die Teile die in Fig. ı gezeichnete Stellung ein- nehmen, die Stangeg außerhalb der Verzahnung der Zahnräder 7 liegt. Sobald jedoch die Schwing- hebel 47 ihre Bewegung nach abwärts beginnen, wird durch die Schlitzführung 11 die Stange 9 nach einwärts bewegt, so daß sie sich in die Verzahnung der Räder 7 einlegt und mithin die Räder 7 undreh- bar auf ihrer Achse8 festlegt, da Achse 8 und Stange 9 sich im folgenden synchron bewegen. Dadurch, daß die Räder 7 auf Achse 8 bei deren Schwingung festliegen und andererseits mit der Verzahnung 2, der Schwingsektoren im Eingriff stehen, nehmen auch die Sektoren 2 an der Hinund- zurückschwingung teil. Die Kupplung der Sek- toren 2 mit den Einstellsektoren 3 und dem Kontrollwerk 5, 6 hingegen wird bei Beginn der Schwingbewegung gelöst, indem die Räder 7, durch ihre Abwärtsbewegung mit den Zahn- rädern 4 außer Eingriff kommen. Durch Kurvenscheibensteuerung wird ferner beim Beginn der Schwingbewegung der Sek- toren 2 die Achse 17 mit den Zahnrädern 18 im Uhrzeigersinne konzentrisch zu ı verschoben. Diese Bewegung erfolgt synchron mit der beginnen- den Schwingbewegung der Sektoren 2, so daß. die Zahnräder 18 gegenüber den Sektoren und auf ihrer Achse in Ruhe bleiben und zunächst nur in die Räder 19 des Schlittens eingerückt werden. Es sei angenommen, daß der Schlitten sich in Additionslage befindet. Dann rücken die Zahn- räder 18, in die Räder 1g ein. Der Schwingweg der Sektoren 2 ist nun so bemessen, daß sie nach dem Einkuppeln der Räder 18 in 19 noch einen Weg von neun Zähnen (= 90°) zurücklegen. Ferner ist die Lage der Verzahnung 2, auf den Sektoren 2 so, daß zwischen ihrem ersten, dem Rad 18, zunächst gelegenen Zahn und dem Rad 18, in der in Fig. ı gezeichneten Grundstellung (Einstellung 0) noch neun Zahnteilungen liegen. Bei Einstellung des Wertes 9 an einem Hand- griff 3, gelangt infolgedessen der erste Zahn der zugehörigen Verzahnung 2, im Uhrzeigersinne in eine Stellung, in der er unmittelbar vor dem Ein- griff mit dem zugehörigen Rad ı8, steht, ent- sprechend der Stellung des zweiten Zahnes von links der Verzahnung 2, in Fig. ı. Bei Einstellung des Wertes 8 steht mithin der erste Zahn von 2, um eine Zahnteilung, bei Einstellung des Wertes 6 um drei Zahnteilungen vor der genannten Stellung usw. Es ist so ohne weiteres zu erkennen, daß bei - der auf das Einrücken der Räder 18 in 19 folgen- den - 90°-Schwingung der. Sektoren 2 im Uhr- zeigersinne, wenn vorher in einer Dekade ein Wertn eingestellt wurde, die Verzahnung 2, zu- nächst einen Leerweg von 9—n Zähnen zurück- legt, bis ihr erster Zahn mit Rad 18, zum Eingriff kommt, und daß hierauf n Zähne das Rad 18, durchlaufen, wobei dieses und damit auch Rad 20 und Ziffernrolle21 um » Zähne, d.h. den ein- gestellten Wert, weitergeschaltet werden. Damit ist die Hinschwingung der Schwinghebel 47 (Fig.6), damit der Achse 8, der Zahnräder 7, der Stange 9 und der Sektoren 2 (Fig. 1) beendet, und diese Teile schwingen nunmehr in die Grund- stellung zurück. Zu Beginn dieser Rückschwingung bewegt sich auch die Achse 17 mit den Zahnrädern 18, wiederum synchron mit den Sektoren 2, ent- gegen dem Uhrzeiger in ihre Grundstellung zurück, wodurch die Räder 18 aus den Rädern 19 wieder ausgerückt werden. Die bei der anschließend sich fortsetzenden Rückschwingung der Sektoren 2 stattfindende Rückdrehung der Räder ı8 bleibt damit außer Einfluß auf das Resultatwerk. Am Ende der Rückschwingung rücken die Zahnräder 7, wieder in die Zahnräder 4 ein, und die Stange g rückt aus der Verzahnung der Räder 7 aus, womit die Stellung der Fig. ı wiederhergestellt ist und die Teile für eine neue Werteinstellung bzw. einen neuen Rechengang bereit sind. Der Schlitten kann in dieser Grundstellung des Schaltwerks frei ver- schoben werden. Es sei nun angenommen, daß der Schlitten in die subtraktive Lage verschoben wird, die Räder 19 also den Rädern 18, (Fig. 2) gegenübergestellt werden. Es kommt dann die Verzahnung 2, zur Wirkung. Diese ist auf den Sektoren 2 so angeord- net, daß sie um gegenüber der Verzahnung 2, komplementäre Zähnezahlen wirksam: wird. Aus Fig. ı ist zu erkennen, daß bei Einstellung eines Wertesn in einer Dekade die Verzahnung 2, des zugehörigen Sektors 2 um n Zähne gegenüber dem zugehörigen Rad 18, durchgedreht wird, wobei dieses Rad sich um ebensoviel Zähne leer mitdreht. Bei der nach Einrückung der Räder 18 in 19 erfolgenden go°-Hinschwingung der Sektoren 2 werden dann noch 9—n Zähne der Verzahnung 2, auf das Rad 18, und damit Rad ıg und Resultat- werk 20, 21 wirksam, worauf sich ein Leerweg der Verzahnung 2, um n Zähne anschließt. Schaltwege und Leerwege der Verzahnungen 2, und 2, verhalten sich also komplementär, und Subtraktionen werden vermittels Verzahnung 2, durch Addition von Komplementwerten durchgeführt nach an sich bekanntem Prinzip, dessen Hauptvorteil unter anderem darin besteht, daß die Rechen- und Wert- aufnahmeorgane bei Addition und Subtraktion in gleichem Bewegungssinne wirksam werden. Zur Subtraktion durch Komplementaddition ge- hört, daß in alle vom einstellbaren Schaltwerk nicht beeinflußten Wertstellen höherer Ordnung des Resultatwerks bei jedem Rechengang der Wert 9 (als Komplement zu 0) eingeführt wird. Zu diesem Zweck liegen links von dem Wertschalt- werk mit den Organen 2,3 auf der Schaltwerks-. achse I befestigt noch so viel neunzähnige Schalt- 65 70 75 80 85 go 95 100 105 110 115 130 125 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 919 787 sektoren 25 (Fig. 4), wie die überschießende Stellenkapazität des Resultatwerks beträgt. Die Schaltwerksachse ı führt pro Rechenumdrehung eine Umdrehung im Sinne des in Fig. 4 ein- gezeichneten Pfeiles aus, so daß auch die Sektoren 25 einmal umlaufen. Sie liegen so auf der Achse I, daß bei Subtraktionsstellung des Schlittens die Räder 19 in der Ebene der Verzahnung von 25 liegen. Es wird also je Subtraktionsgang der Ergänzungswert 9 in die links vom Schaltwerk befindlichen Resultatwerksstellen höherer Ordnung eingetragen, wie erforderlich. Die Mittel zur Ein- bringung der flüchtigen ı sind, da in bekannter Weise arbeitend, hier nicht näher dargestellt. Die Zehnerschaltung geschieht in folgender Weise: Eine Achse 26 (Fig. 1), die je Rechen- umdrehung eine Umdrehung entgegen dem Uhr- zeiger ausführt, trägt fest die Hebel 27. An diese angelenkt sind Schalthebel 28, die für gewöhnlich durch Federn 29 in der Lage nach Fig. ı gegen- über den Hebeln 27 gehalten werden. Im Schlitten 24 sind Vorbereitungshebel 31 um eine Achse schwenkbar gelagert, die für gewöhnlich die in Fig. ı gezeigte Stellung einnehmen. Eine am Zahn- rad 22 jeder Resultatwerksstelle befestigte Zehner- schaltnase 30 trifft beim Grenzübergang g-o_ der Ziffernrolle 21 gegen den linken Arm des Vor- bereitungshebels 31 und verschwenkt diesen ent- gegen dem Uhrzeiger. Ein Rasthebel 33 hält den Vorbereitungshebel 31 in der Vorbereitungslage fest. In dieser Lage liegt ein Lappen 31, des Vor- bereitungshebels in der Bahn eines Steuerarmes 28, des Schalthebels 28. Bei der Drehung der Achse 26 wird der Steuerarm 28,, sobald er an den Lappen 31, gelangt, von diesem verdrängt und hierdurch der Schalthebel 28 um seinen Drehpunkt an 27 derart verschwenkt, daß eine Schaltnase 28, des Hebels 28 in die Verzahnung des Rades 19 ein- greift und dieses um einen Zahn weiterdreht. Ein Rasthebel 32, der in die Verzahnung des Zahnrads 22 jeder Zählwerksstelle eingreift und die Ziffern- rolle 21 in ihrer jeweiligen Wertstellung hält, weist einen Lappen 32, auf. Sobald in der soeben be- schriebenen Art eine Nase 28, ein Rad 19 um einen Zahn weitergeschaltet hat, gelangt der Arm 27, des zugehörigen Hebels 27 vor den Lappen 32, des Rasthebels 32 und sichert diesen vorüber- gehend formschlüssig in der Raststellung, wodurch ein Überschleudern der Zählwerksräder verhindert wird. Anschließend trifft der Arm 27, gegen einen Lappen 33, des Rasthebels 33 und verschwenkt diesen vorübergehend entgegen der Wirkung einer nicht dargestellten Feder im Uhrzeigersinne, wo- durch der Vorbereitungshebel 31, der ebenfalls unter Federwirkung steht, wieder in die gezeich- nete Grundstellung zurückkehrt und für eine neue Zehnerschaltung während der nächsten Rechen- umdrehung bereit ist. Da der Schlitten 24 gegen- über der gehäusefesten Achse 26 in jeder Rechen- stellung zwei Lagen (additiv oder subtraktiv) ein- nehmen kann, sind pro Zählwerksstelle zwei Hebel 27 mit Schalthebeln 28 angeordnet, so daß die Nasen 28, der beiden Schalthebel sich in den Ebenen der Zahnräder 18, und 18, (Fig. 2) befinden. Diese jeder Zählwerksstelle zugeordneten Hebelpaare 27 sind auf der Achse 26 gegeneinander gestaffelt an- geordnet entsprechend der in bekannter Weise erforderlichen zeitlichen Staffelung der Zehner- schaltungen. Sie sind ferner so angeordnet, daß die Zehnerschaltungen während der Rückschwin- gung der Antriebssektoren 2 stattfinden, während der das Zählwerk frei ist. Die wesentlichen Antriebsorgane der Maschine sind in Fig. 5 und 6 dargestellt. In Fig. 5 ist 36 eine Antriebsachse, die durch Handkurbel oder auch motorisch pro Rechengang eine Umdrehung im Uhrzeigersinne ausführt. Sie trägt fest ein Zahnrad 37, das mit einem gleich großen, auf der Schaltwerksachse ı befestigten Zahnrad 38 kämmt. Dadurch führt, wie bereits erwähnt, die Schalt- werksachse ı pro Rechenumdrehung ebenfalls eine Umdrehung aus. Rechts und links in der Maschine ist ferner je eine Achse 35 gelagert. Die Achsen 35 werden von der Achse 1 aus und synchron mit dieser gedreht durch Parallelkurbeltriebe mit den Kurbelstangen 39,, 39, und den an den Achsen 35 festen Kurbelarmen 40,, 40). Die Kurbeltriebe sind um 90° gegeneinander versetzt; 39a, 40% be- finden sich an der rechten, 39, und 40, an der linken Seite der Maschine. Durch ebenfalls rechts und links in der Maschine angeordnete, um 90° gegeneinander versetzte Parallelkurbeltriebe 414, 42, und 41y, 42, wird die Zehnerschaltachse 26 gleichfalls synchron mit 1 und 35 gedreht. Jede Achse 35 tragt eine exzentrische, mit einem Radialschlitz versehene Scheibe 43 (Fig. 6). Durch den Radialschlitz jeder Scheibe 43 ragt ein an einer Kurvenscheibe 44 fester Stift 45. Die Kurven- scheiben 44 sitzen fest an den Enden einer zwischen den Scheiben 43 liegenden Achse 34 (Fig. 6 und I), von der aus die Schwingbewegungen des Schalt- werks gesteuert werden. An den beiden Stiften 45 sind zu diesem Zweck Stangen 46 angelenkt, die andererseits an den rechts und links des Schalt- werks liegenden Schwinghebeln 47 angelenkt sind (Fig. 6), deren Funktion bereits erläutert wurde. Bei einer Umdrehung der Achsen 35 führt auch die Achse 34 eine Umdrehung aus, wobei durch die Stangen 46 den Schwinghebeln 47 die erforderliche Hinundzurückschwingung vermittelt wird. Die Kurvenscheiben 44 wirken ferner auf um eine Achse 48 schwingbare Hebel 49 ein, so daß diese bei Beginn der Drehung von 34 entgegen dem Uhr- zeiger ausschwingen und nach der ersten Halb- umdrehung von 34 wieder zurückschwingen. Ein Maul der Hebel49 umfäßt die Enden der Achse 17, die andererseits in zur Schaltwerksachse ı kon- zentrischen Schlitzen 50 der Seitenwände geführt ist. Auf diese Weise werden die beschriebenen Bewegungen der Achse 17 zwecks Kupplung bzw. Entkupplung der Zahnräder 18 mit den Schlitten- rädern 19 bewirkt. Wie aus Fig.6 ersichtlich, liegt die Achse 34 exzentrisch zu den Achsen 35. Sie dreht sich daher nicht synchron mit diesen, sondern eilt durch. die gewählte Lage zunächst vor und hat ihre erste 65 70 75 80 85 90 95 100 105 110 115 120 125 10 15 20 a5 go 35 40 45 50 55 60 919 787 Halbumdrehung schon vollendet, wenn die Achsen 35 sich um etwa 150° gedreht haben. Auf diese Weise ist erreicht, daß für die gestaffelten Zehner- schaltungen, die erst nach der ersten Halbphase der Schaltwerksbewegung einsetzen können, mehr als eine Halbumdrehung (im vorliegenden Beispiel etwa 210°-Drehung) der mit 35 synchron laufen- den Achse 26 zur Verfügung steht. PATENTANSPRÜCHE: 1. Rechenmaschine mit den einzelnen Dekaden als Zählglied-Antriebsglieder zugeordneten Schwinggliedern und Komplementärsubtrak- tion, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwing- glieder Zahnsektoren (2) sind, die zwei Antriebsverzahnungen (2, 2,) in derartiger Anordnung aufweisen, daß die beiden Ver- zahnungen seitlich gegeneinander versetzt und durch Verschiebung eines Zählwerkschlittens (24) für den Antrieb der Zählglieder (20, 21) auswählbar und diese Zahnsektoren (2) derart voreinstellbar sind, daß nach Ankupplung an ein gemeinsames Schwingglied (47, 7, 8, 9) bei dessen Schwingbewegung die beiden Ver- zahnungen (2, 2,) einander komplementäre Durchlaufwege gegenüber den Zählgliedern (20, 21) bzw. diesen zugeordneten Bewegungs- übertragungsgliedern (19) zurücklegen, bei Unterbrechung der Antriebsverbindung zwi- schen den Schwinggliedern und den Zähl- gliedern während einer der beiden Schwingungs- phasen. 2. Rechenmaschine nach Anspruch ı, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Dekaden zugeordneten Schwingglieder (2) durch Ein- stellglieder (3) über eine trennbare Zahnrad- verbindthg (4,7) gegenüber dem gemeinsamen Schwingglied (47,7,8,9) voreinstellbar und hernach mit diesem sowie über eine weitere trennbare Zahnradverbindung (18, 19) mit den Zählgliedern (20, 21) kuppelbar sind. 3. Rechenmaschine nach Anspruch ı und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Dekaden zugeordneten und als Zahnsektoren (2) ausgebildeten Schwingglieder über auf einer verstellbaren Achse (8) gelagerte Zahnräder (7) mit Einstellsektoren (3) und über auf einer wei- teren verstellbaren Achse (17) gelagerte Zahn- räder (18) mit den Zählrädern (20, 21) kuppel- bar sind. 4. Rechenmaschine nach Anspruch ı bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kupplung der Schwingsektoren (2) mit den Einstell- sektoren (3) vermittelnden ‘ Zahnräder (7) gleichzeitig Bestandteil des gemeinsamen Schwinggliedes (47, 7, 8, 9) sind und die Kupp- lung der Schwingsektoren mit dem gemein- samen Schwingglied durch Festlegung der Zahnräder (7) auf ihrer Achse bewirkt wird. 5. Rechenmaschine nach Anspruch ı bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für jede der bei- den Verzahnungen (2, 2,) der Schwing- sektoren (2) ein die Kupplung mit den Zähl- rädern (20,21) vermittelndes Zahnrad (18, bzw. 18,) vorgesehen ist, wobei diese Zahn- räder vorzugsweise auf einer gemeinsamen ver- stellbaren Achse (17) abwechselnd nebenein- ander gelagert sind. 6. Rechenmaschine nach Anspruch r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Hand- einstellmitteln, insbesondere Handhebeln (3,), verbundenen und auf der Schaltwerksachse (1) gelagerten Einstellsektoren (3) mit Zahnrädern (4) kämmen, die ihrerseits mit Rädern (5) eines Einstellkontrollwerks sowie mit den die Kupp- lung zu den Schwingsektoren (2) vermittelnden Zahnrädern (7,) im Eingriff stehen. 7. Rechenmaschine nach Anspruch ı bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegung der die Kupplung der Einstellsektoren (3) mit den Schwingsektoren (2) vermittelnden und kon- zentrisch zur Schaltwerksachse (I) schwing- baren Zahnräder durch eine gleichzeitig mit ihnen schwingbare Querstange (9) erfolgt, die, z.B. durch Kurvenschlitzführung (11), zu Be- ginn der Schwingbewegung in die Zahnräder (7) einrückt. 8. Rechenmaschine nach Anspruch ı bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kupplung der Schwingsektoren (2) mit den Zählrädern (20, 21) vermittelnden Zahnräder (18), vor- zugsweise durch Kurvensteuerung (44), zu Be- ginn der Schwingung der Schwingsektoren und synchron mit diesen konzentrisch zur Schalt- werksachse (1) bis zum Eingriff mit den Schlittenrädern (19) verstellbar sind und nach Beendigung der ersten Halbschwingung der Schwingsektoren in die Entkupplungsstellung zurückkehren. 9. Rechenmaschine nach Anspruch ı bzw. den Unteransprüchen, gekennzeichnet durch auf einer umlaufenden Achse, vorzugsweise der Schaltwerksachse (1), gelagerte Zahnsektoren (25), die bei Subtraktionsarbeit des Schalt- werks den vom Schaltwerk nicht beeinflußten Zählgliedern höherer Ordnung pro Rechen- umdrehung neun Schalteinheiten übermitteln. 10. Rechenmaschine nach Anspruch ı bis 3 bzw. den übrigen Unteransprüchen, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Einstellsektoren (3) unter der Wirkung von eine Rückstellkraft für auto- matische Nullstellung. der Einstell- und Schwingsektoren (3, 2) bereitstellenden Federn (12) stehen und Rasthebel (14) vorgesehen sind, die in Einstellage der Sektoren die Rückstell- kraft abfangen, durch ein Handbetätigungs- organ (13,) jedoch gemeinsam aus der Rastlage aushebbar sind. 11. Rechenmaschine nach Anspruch ı bzw. den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß als Zehnerschaltorgane mit einer Welle (26) umlaufende Schalthebel (28) vorgesehen sind, die durch vorzugsweise im Schlitten (24) angeordnete, mit Steuerfläche (31) versehene Vorbereitungshebel (31) bei ihrem Umlauf in 65 70 75 80 85 90 95 100 105 110 115 120 125 919 787 Eingriff mit den jeweils zugeordneten Zahl- gehend formschlüssige Sperrung von den rädern bzw. Zwischenrädern (19) bringbar sind. Ziffernrädern zugeordneten Rasthebeln (32) 10 12. Rechenmaschine nach Anspruch 11, ge- bewirken. kennzeichnet durch mit der Zehnerschaltwelle (26) umlaufende Anschläge (27,), die unmittel- Angezogene Druckschriften: bar nach einer Zehnerschaltung Rastorgane (33) Deutsche Patentschriften Nr. 283 940, 340 242, im Sinne der Rückstellung der Vorbereitungs- | 474 306, 483 247, 499 258, 742 464; 15 hebel (31) beeinflussen sowie eine vorüber- USA.-Patentschrift Nr. 2 527 467. Hierzu ı Blatt Zeichnungen @ 9562 10.54 Zu der Patentschrift 9 1 9 7 8 7 K1.42m Gr.15 73a Kl.42m Gr. 16 Zu der Patentschrift 9 19 78 7 Zu der Patentschrift 9 1 9 7 8 7 Kl.42m Gr.15