Historical Document · 1926
DE Patent 468,275: Rechenmaschine (Deutsche Telephonwerke, counter tens carry)
Filed 4 March 1926: the tens carry for the revolutions counter, the change from the Manus A to the B.
Historical Document · 1926
Filed 4 March 1926: the tens carry for the revolutions counter, the change from the Manus A to the B.
5 10 15 20 ¥ DEUTSCHES REICH AUSGEGEBEN AM 9. NOVEMBER 1928 VY, REICHS PATENTAMT PATENTSCHRIFT Ni 468 275 KLASSE 42m GRUPPE 17 D 50871 [X]42m Tag der Bekannimachung über die Erteilung des Patents: 25. Oktober 1928 Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie A. G. in Berlin Zehnerschaltung fiir das Umdrehungszählwerk bei Rechenmaschinen Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Marz 1926 ab Es sind Umdrehungszählwerke für Rechen- maschinen bekannt, die eine Zehnerschaltung aufweisen und deren Antrieb so gesteuert wird, daB bei positiver Drehung des Schalt- werkes das Umdrehungszählwerk positiv oder negativ und bei negativer Drehung auch positiv oder negativ zählt, zu dem Zweck, bei Bildung positiver und negativer Produkte stets den richtigen Multiplikator und beim Dividieren den richtigen Quotienten ablesen zu können. Infolge des unvermeidlichen Spiels zwi- schen den einzelnen Schaltgliedern kann die Zehnerfortschaltung versagen, wenn mehrere Zehnerübertragungen gleichzeitig stattfinden sollen. Die Erfindung betrifft eine Sicherheits- schaltung, die das erwähnte Versagen ver- hindert und infolge ihrer baulichen Einfach- heit keinen besonderen Raum beansprucht. so daß der Rahmen einer gewöhnlichen Ma- schine, d. h. einer ohne Zehnerschaltüung, _ nicht überschritten zu werden braucht. 25 30 Die erwähnte Sicherheitsvorrichtung ist in der Weise ausgebildet, daß die bekannten Sperrklinken nicht nur, wie üblich, die Lage der Zifferräder sichern, sondern zugleich da- durch zur Zehnerschaltung herangezogen wer- den, daß unter Verlängerungen derselben Sperrklinken nacheinander angetriebene Glie- der treten, um bei einer Zehnerschaltung das Einfallen der Sperrklinken zu unterstützen und um das Überschleudern der unmittelbar durch Einzahn oder mittelbar durch Zehner- schaltglieder angetriebenen Zählwerkglieder zu verhindern. Die Erfindung ist auf der Zeichnung in Abb. ı bis 8 dargestellt, wobei vorausgesetzt ist, daß die Fortschaltung des Zählwerks in der oben gedeuteten Weise durch einen um- steuerbaren Einzahn erfolgt. Auf der Schaltwerkachse 1 (Abb. 1) ist in bekannter Weise das Exzenter 2 befestigt, das in ebenfalls bekannter Weise von dem Einzahn 3 umgriffen wird. Der Einzalın 3 besitzt jedoch außer dem üblichen Schlitz 4 einen zweiten 5, in welche sich die Stifte 6 oder 7, die in dem Schieber 8 angebracht sind, nach Wahl einstellen lassen (Abb. 1 und 7). Diese Schaltung wird durch den Steuerhebelg vorgenommen, der mit seinem unteren Ende auf den an der Seitenwand der Maschine geführten Schieber .einwirkt und durch die Feder ıo in den zwei Schaltlagen einrastet. Gemäß der Erfindung wird nun die Spitze des Einzahnes 3, je nachdem ob der Stift 6 oder 7 in einem der Schlitze 4 oder 5 liegt, vor- oder rückwärts arbeiten, wenn das Exzenter 2 sich dreht. Um das ungehinderte Schwingen des linken Endes des Einzahnes bei Einschaltung des Stiftes 6 in den Schlitz 5 zu gestatten, endet der Schlitz4 mit einer Erweiterung. Das Umdrehungszählwerk ist, wie üblich, auf der linken Seite im Zählwerkgehäuse 15 | (Abb. 7) untergebracht und besteht im 40 50 55 65 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 2 468 275 , wesentlichen aus mehreren mit je zehn Zitiern besetzten Zifferntrommeln, die den verschie- denen Dekaden zugehiören. Jede Zifferntrom- mel trägt auf der einen Seite ein Zahnrad 16, auf der anderen den Daumen ı7. In je ein Zahnrad 16 fällt eine Sperrklinke 18 (Abb. 1) und greift ein Zahnrad 19, mit welch letz- terem — mit Ausnahme der Finerdekade — je ein Zahnrad 20 in starrer Verbindung steht. Nach jeder vollendeten Umdrehung, gleich- gültig in welcher Richtung, schaltet der Dau- men 17 in bekannter Weise die Ziffern- trommel der nächst höheren Dekade um eine Stelle weiter. Erfindungsgemäß sind die Sperrklinken 18 angeordnet. Wenn eine Zifferntrommel einen geringen Betrag über die Hälfte einer Zahn- teilung, in vorliegendem Falle etwas mehr wie !/,, gedreht wird, vollendet die Sperr- klinke 18 die Drehung, indem sie in die Ver- zahnung gedrückt wird. Der Daumen 17 hat also stets nur die benachbarte Zifferntrommel um ein wenig mehr als */,, behufs Zehnerüber- tragung zu drehen. Die Vollendung der Drehung um einen Zahn bewirkt für jede Trommel ein Daumen 21, der in der Ebene der Sperrklinke 18 liegt. Alle Daumen’2T sind auf einer gemeinsamen Achse angeord- net, die eine Verlängerung derjenigen Achse ist, die für das Hauptschaltwerk die Zehner- vorbereitungshebel trägt. Neben der Achse I ist ein pendelnder Hebel 22 aufgehängt, der an seinem unteren Ende eine Rolle23 trägt. Dieser Hebel wird durch den Nocken 24 der Achse ı dann zum Ausschwingen gebracht, wenn der Einzahn 3 seine Schaltung beendet hat. Dabei verschwenkt die Rolle23 den Daumen 21, der seinerseits das abgerundete Ende der Sperrklinke 18 trifft und dadurch die Sperrklinke in die Verzahnung des zuge- hörigen Rades 16 eindrückt. Letzteres voll- endet dabei den Schaltweg, der durch den Einzahn 3 nur flüchtig begonnen wurde. Die Daumen 2ı sind derartig voneinander abhängig, daß, wenn ein rechtsliegender ver- schwenkt wird, sämtliche linksliegenden an dieser Verschwenkung teilnehmen, während die weiter rechts liegenden ihre Lage behalten, die durch eine Feder und Anschlagstange ge- geben ist (Ab. 1). Die Daumen 21 bilden ferner eine sogenannte lebende Brücke, d.h. ein linksliegender Daumen wird erst mitge- nommen, wenn der rechtsliegende einen ge- wissen Winkel zurückgelegt hat. Wenn der am weitesten rechts liegende Daumen ganz ausgeschwenkt ist, liegen daher die Spitzen aller Daumen in einer Spirale, wie Abb. 5 zeigt. Abb. 3 zeigt die Ausschwenkung des vierten Daumens und der links von ihm lie- genden sechs Daumen, wobei die drei rechts- liegenden in ihrer Normallage verbleiben. Nachdem ein Einzahn 3 seine Arbeit be- endet hat, ist die linksbenachbarte Ziffern- trommel um mehr als */,, verstellt; sie nimmt etwa die Stellung nach Abb. 4 (nach Rechts- drehung) ein. Sowohl bei Rechts- wie bei Linksdrehung wird, sobald der zugehörige Daumen 21 verschwenkt wird, die Sperr- klinke ı8 die Zifferntrommel auf ein volles Zehntel stellen. Der Daumen 17 dieser Trom- mel wird dabei seinerseits gegebenenfalls —— - nämlich wenn es sich um Zehnerübertragung handelt die nächste linksbenachbarte Trommel um etwas mehr als */,. verstellen, wo sich dann das Spiel des Daumens 21 wie- derholt. Da die Daumen 21 ihre Bewegung nacheinander beginnen und ausführen, ist jede Zifferntrommel imstande, die nächste zu schalten, bevor diese vom Daumen 21 beein- Alußt wird. In Abb. 1 befinden sich alle Dau- men in der Ruhelage, während Abb. 3 den Beginn einer Zehnerschaltung in der zweiten, Abb. 5 die Vollendung der Zehnerschaltung in der achten Dekade zeigt. Die erwähnte gegenseitige Abhängigkeit der Daumen 21 ist dadurch herbeigeführt, daß die Nabe jedes Daumens 21 einen Stift25 oder “eine angefräste Nase besitzt, welche in eine Aussparung 26 des nächstbenachbarten Dau- mens 21 greift (Abb. 6). Gegen den Stift 25 legt sich eine Feder (Abb. 1), die die Daumen nach getaner Arbeit wieder aufrichtet. 65 70 75 80 85 90 Der Nocken 24 muß, da die Kurbel in bei- _ den Drehrichtungen betätigt wird, beim Wen- den der Drehrichtung um einen Betrag nach- eilen. Zu diesem Zwecke ist der Nocken 24 lose auf der Weller angeordnet und wird durch die Mitnehmerscheibe 27, die fest auf der Welle ı sitzt, mitgenommen (Abb. 2 und 4). 2 "PATENTANSPRÜCHE: 1. Zehnerschaltung für dasUmdrehungs- zählwerk an Rechenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Zählwerken bekannten Sperrklinken (18) nicht nur, wie üblich, die Lage der Zifferräder (16) sichern, sondern zugleich dadurch zur Zehnerschaltung herangezogen werden. daß unter Verlängerungen derselben Sperrklinken nacheinander angetriebene 95 100 105 110 Glieder (21) treten, um bei einer Zehner- - schaltung das Einfallen der Sperrklinken zu unterstützen und um das Überschleu- dern der unmittelbar durch Einzahn (3) oder mittelbar durch Zehnerschaltglieder (17) angetriebenen Zählwerkglieder zu verhindern. 2. Zehnerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zehnerschaltung vollendenden Glieder (21) am Zählwerkgehäuse (15) gelagert sind, 115 120 468 275 3 in jeder Dekade zum Schwingen gebracht wegung der Zehnerschaltglieder (21) ver- werden und ihre Bewegung den Gliedern mittelnde Hebel (22) durch einen Dau- (21) in höherer Ordnung übermitteln. men (24) zum Schwingen gebracht wird, 3. Zehnerschaltung nach Anspruch 1, der in bezug zur Schaltwerkachse (1) dadurch gekennzeichnet, daß der die Be- beim Wechsel der Drehrichtung nacheilt. 10 Hierzu I Blatt Zeichnungen BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI Zu der Patentschrift 468 275 Ki.42m Gr.17 AS =! St Abh7 Zu der Patentschrift 468 275 Kl.42m Gr. 17 44— 7 NOON er “TIN WORE ER) as