DE Patent 443,479: Rechenmaschine (Deutsche Telephonwerke, reversible revolutions counter)
a , DEUTSCHES REICH
Rihliotheek _
Nard
, AUSGEGEBEN AM
28. APRIL 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
— M 443479 —
KLASSE 42m GRUPPE 30
(D 49939 IX]42m)
Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie A.G. in Berlin.
Umdrehungszählwerk für Rechenmaschinen.
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‚maschinen bekannt,
443 479
Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie A. G. in Berlin.
Umdrehungszählwerk für Rechenmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März'1926 ab.
Es sind Umdrehungszählwerke für Rechen-
deren Antrieb so ge-
steuert wird, daß bei positiver Drehung des
Schaltwerkes das Umdrehungszählwerk posi-
tiv oder negativ und bei negativer Drehung
auch positiv oder negativ zählt, zu dem Zweck,
bei Bildung positiver und negativer Produkte
stets den richtigen Multiplikator und beim
Dividieren den richtigen Quotienten ablesen
zu können.
Vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein
Umdrehungszählwerk für Rechenmaschinen
mit Schaltung des Antriebes nach obiger Art.
Während die bekannten Umdrehungszähl-
werke zur Umsteuerung des Antriebes um-
ständliche Wendegetriebe oder deren Äqui-
valente benutzen, ist die neue Vorrichtung
sehr einfach.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in
zwei Ausführungsformen dargestellt.
Auf der Schaltwerkachse 1 (Abb. ı) ist in
bekannter Weise das Exzenter 2 befestigt, das
in ebenfalls bekannter Weise von dem Ein-
zahn 3 umgriffen wird. Der Einzahn 3 be-
sitzt jedoch außer dem üblichen Schlitz 4
einer zweiten, 5, in welche sich die Stifte 6
oder 7, die in dem Schieber 8 angebracht
sind, nach Wahl einstellen lassen (Abb. ı
und 3). Diese Schaltung wird durch den
Steuerhebel 9 vorgenommen, der mit seinem
unteren Ende auf den an der Seitenwand der
Maschine geführten Schieber einwirkt und
durch die Feder ıo in den zwei Schaltlagen
einrastet. Gemäß der Erfindung wird nun die
Spitze des Einzahnes 3, je nachdem ob der
Stift 6 oder 7 in einem der Schlitze 4 oder 5
liegt, vor- oder rückwärts arbeiten, wenn das
Exzenter 2 sich dreht. Um das ungehinderte
Schwingen des linken Endes des Einzahnes
bei Einschaltung des Stiftes 6 in den Schlitz 5
zu gestatten, endet der Schlitz 4 mit einer
Erweiterung.
Eine andere Ausführungsform zeigt Abb. 2.
Hier trägt der Einzahn 3 die beiden Lenk-
stangen 11 und 12, die gelenkig mit ihm ver-
bunden sind. Am unteren Ende tragen die
Lenkstangen je ‘einen Stift, mit welchen sie
in ortsfesten Schlitzen ı3 gleiten, die ent-
weder unmittelbar in der Seitenwand der
Maschine oder, wie dargestellt, in einer be- |
sonderen Platte angebracht sind. Durch Ver- |
stellung des Schalthebels 9 tritt ein Rand-
ausschnitt des Schiebers 14 über den einen
oder anderen Stift der Lenkstangen 11, 12 und
bewirkt dadurch, daß die Spitze des als zwei-
armiger Hebel ausgebildeten Einzahnes 3
analog der Ausführungsform nach Abb. ı ent-
weder vor- oder rückwärts arbeitet.
Die Erfindung ist auch für Rechenmaschi-
nen benutzbar, die, wie die bekannten Spros-
senradrechenmaschinen, einen Antrieb in bei-
‘den Drehrichtungen erfordern. Die Abbildun-
gen lassen erkennen, daß in beiden Stellun-
gen des Steuerhebels 9 der Einzahn Bewegun-
gen vollfiihrt, die den wechselnden Drehungen
der Kurbel centsprechen; jedoch sind diese
Bewegungen in der einen Stellung des Steuer-
hebels entgegengesetzt denen in der anderen
Stellung des Steuerhebels. Daher kann eine
Plusdrehung der Kurbel entweder einen Plus-
oder Minusantrieb des Zahnrades 19 (Abb. 1)
und ebenfalls cine Minusdrehung der Kurbel
entweder cinen Plus- oder Minusantrieb des
Zahnrades 19, d.h. des Umdrehungszahl-
werkes, hervorrufen.
Das Umdrchungszählwerk ist, wie üblich,
auf der linken Seite im Zählwerkgehäuse ı5
(Abb. 3) untergebracht und besteht im wesent-
lichen aus mehreren mit je zehn Ziffern be-
setzten Zifferntrommeln, die den verschiede-
nen Dekaden zugehören. Jede Zifferntrommel
trägt auf der einen Seite ein Zahnrad 16, auf
der anderen den Daumen 17. In je ein Zahn-
rad ı6 fällt eine Sperrklinke 18 (Abb. ı) und
greift ein Zahnrad ı9, mit welch letzterem
(mit Ausnahme der Einerdekade) je ein
Zahnrad 20 in starrer Verbindung steht. Nach
jeder vollendeten Umdrehung, gleichgültig in
welcher Richtung, schaltet der Daumen 17 in
bekannter Weise die Zifferntrommel der
nächsthöheren Dekade um eine Stelle weiter.
PATENTANSPRUCH:
Umdrehungszählwerk für Rechen-
maschinen, dadurch gekennzcichnet, dafs
ein in bekannter Weise durch ein Ex-
zenter (2) angetriebener Einzahn (3) al:
zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, der
nach Wahl entweder auf der einen oder
auf der anderen Seite festzchalten wird,
um seine Bewegungen umzukehren.
Hierzu ı Blatt Zeichnungen.
BERLIN.
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Zu der Patentschrift 443 479
Ki.42m Gr.30